Notfall Drama auf Baustelle in Brüssel - Tote in Aufzug

Katharina Redanz, Ann-Kristin Wenzel, Michael Brandt und Niklas Treppner, dpa
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Von Katharina Redanz, Ann-Kristin Wenzel, Michael Brandt und Niklas Treppner, dpa
| 14.07.2026 15:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Gebäude in der Brüsseler Innenstadt wird umgebaut. Foto: Michael Brandt
Das Gebäude in der Brüsseler Innenstadt wird umgebaut. Foto: Michael Brandt
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Ein Gebäude in der Innenstadt Brüssels wird umgebaut, Hunderte Arbeiter sind vor Ort. Dann bricht ein Feuer aus. Mehrere Menschen sterben.

Es ist ein Horrorfund, den Brüsseler Feuerwehrleute am Dienstagmittag machen: Mehrere Menschen liegen leblos in einem Aufzug eines Gebäudes mitten in der Innenstadt der belgischen Hauptstadt, das gerade umgebaut wird. 

Brüssels Bürgermeister Philippe Close spricht vor Ort von einem Drama, das tief berühre. Er verspricht Unterstützung für alle Betroffenen und dankt den Rettungskräften für ihren Einsatz. 

Feuerwehr zunächst zu kleinem Feuer alarmiert

Los geht alles mit einem vermeintlich kleinen Feuer auf der zweiten Etage des Komplexes. Die Feuerwehr rückt aus, löscht das Feuer - und macht im Anschluss einen Kontrollrundgang durch die riesige Baustelle, erzählt ein Staatsanwalt. „Viele Orte waren extrem schwer zugänglich“, berichtet er weiter. Zeitgleich wird bekannt, dass 6 der rund 250 Arbeiter auf der Baustelle vermisst werden. Schließlich können sich die Einsatzkräfte zu einem Fahrstuhl vorkämpfen - und finden in der Kabine mehrere Leichen. Genaueres ist vorerst nicht bekannt.

Das Gebäude soll bis Ende 2026 umgebaut werden. Foto: Emile Windal
Das Gebäude soll bis Ende 2026 umgebaut werden. Foto: Emile Windal

Zu einem weiteren Aufzug ist der Zugang darüber hinaus zunächst unmöglich. „Nicht auszuschließen, dass hier noch weitere Tote gefunden werden“, sagt der Staatsanwalt. Zwei Arbeiter kommen zudem ins Krankenhaus, ebenso ein Feuerwehrmann, der im Einsatz einen Hitzschlag erleidet, wie ein Feuerwehrsprecher berichtet. Am Nachmittag sind vor dem Gebäudekomplex abgekämpfte Feuerwehrkräfte zu beobachten, die verschwitzt zur Wasserflasche greifen.

Auch Premierminister besucht Unglücksort 

Während mit der Bergung der ersten Leichen begonnen wird, trifft neben Belgiens König Philippe auch Regierungschef Bart De Wever vor dem großflächig abgesperrten Gebäude ein. Öffentlich äußern sie sich nicht. Auch einige Schaulustige sind vor Ort. 

Der belgische König Philippe und Ministerpräsident Bart De Wever besuchen den Ort. Foto: Emile Windal
Der belgische König Philippe und Ministerpräsident Bart De Wever besuchen den Ort. Foto: Emile Windal

Belgiens Innenminister Bernard Quintin äußert sich auf X geschockt. Deutschlands Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus, spricht auf der Plattform ebenfalls sein Mitgefühl aus.

Bürgermeister Philippe Close dankte den Rettungskräften. Foto: Emile Windal
Bürgermeister Philippe Close dankte den Rettungskräften. Foto: Emile Windal

Das Oxy-Gebäude in einer Fußgängerzone inmitten der Brüsseler Innenstadt wird derzeit umgebaut. Früher diente es als ein Sitz der Verwaltung der belgischen Hauptstadt, jetzt soll es in ein multifunktionales Gebäude mit Büros, Restaurants, Hotelzimmern und Wohnungen umgewandelt werden. Das Projekt soll nach früheren Umgaben bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Hinter dem Projekt stehen die Firmen Whitewood und Immobel. Immobel teilte mit, man habe mit tiefer Bestürzung von den Opfern des Feuers auf der Baustelle erfahren. „Unsere Gedanken sind zuallererst bei den Betroffenen, ihren Familien und ihren Kollegen. Für uns alle ist dies vor allem eine menschliche Tragödie.“ Immobel unterstütze die Rettungs- und Sicherheitskräfte sowie die Behörden und stehe in engem Austausch mit allen Beteiligten.

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