Champions-League-Finale Arsenals Harry Potter: Havertz plant nächste Zaubershow

Jordan Raza, dpa
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Von Jordan Raza, dpa
| 28.05.2026 07:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
DFB-Star Kai Havertz könnte seinen zweiten Champions-League-Titel gewinnen. (Archivbild) Foto: Adam Davy
DFB-Star Kai Havertz könnte seinen zweiten Champions-League-Titel gewinnen. (Archivbild) Foto: Adam Davy
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Der FC Arsenal steht vor seiner vielleicht größten Fußball-Nacht. Mittendrin Kai Havertz. In Westlondon hat sich der deutsche WM-Fahrer schon in die Geschichtsbücher eingetragen. Bald auch im Norden?

Kai Havertz kennt die größten Nächte des europäischen Clubfußballs bereits. Unvergessen bleibt sein Auftritt im Champions-League-Finale 2021, als er den FC Chelsea mit seinem Treffer zum Triumph schoss und im Westen Londons zumindest für eine Nacht Heldenstatus erlangte.

Fünf Jahre später ruhen die Hoffnungen Zehntausender Einwohner der englischen Metropole erneut auf dem deutschen Nationalspieler. Diesmal eher im Norden der Stadt, wo Chelseas Lokalrivale FC Arsenal zu Hause ist und vom historischen Premierentitel in der Königsklasse träumt.

Nach dem Gewinn der Premier League: Kai Havertz küsst den Pokal. (Archivbild) Foto: John Walton
Nach dem Gewinn der Premier League: Kai Havertz küsst den Pokal. (Archivbild) Foto: John Walton

„Die Champions League zu gewinnen ist ein tolles Gefühl. Aber es wäre noch schöner, wenn ich das mit Arsenal schaffen könnte. Das würde mir viel mehr bedeuten“, sagte Havertz einmal. Im Finale in Budapest wartet am Samstag (18.00 Uhr, ZDF/DAZN) in Titelverteidiger Paris Saint-Germain die letzte Hürde.

Thierry Henry schwärmt von Havertz

„The German Wizard“ („Der deutsche Zauberer“) nennen sie Havertz gern rund um das Emirates Stadium in Anspielung auf seine Ähnlichkeit zur Romanfigur Harry Potter. Einer, der oft leise wirkt, fast zurückhaltend – und doch immer wieder in den großen Momenten auftaucht.

So wie im Finale 2021 gegen Manchester City. Oder vergangene Woche, als sein Treffer gegen Burnley den Weg zur Meisterschaft nach 22-jähriger Leidenszeit ebnete. Nun könnte der 26-Jährige auch Arsenal in den europäischen Fußball-Olymp führen.

„Er hat die Gabe, wichtige Tore zu machen. Er macht ständig Druck, versteht das Spiel durch seinen hohen Fußball-IQ sehr gut. Er setzt sein Gehirn ein“, schwärmte Clublegende Thierry Henry in der „Sport Bild“.

Erfolgsarchitekt Arteta

Für Arsenal wäre der Titel historisch. Einmal stand der Club bislang im Finale der Königsklasse – 2006 beim 1:2 gegen den FC Barcelona, als DFB-Torwart Jens Lehmann nach 18 Minuten Rot kassierte. Jetzt bietet sich gegen PSG die vielleicht größte Chance der Vereinsgeschichte. „Die Mannschaft hat die Chance, als die Unvergesslichen in die Geschichte einzugehen“, heizte Henry die Stimmung an.

Zu den Architekten des Erfolgs gehört zweifelsfrei Trainer Mikel Arteta, der den Club seit seinem Amtsantritt 2019 wieder zu einer Spitzenmannschaft geformt hat. „Er hat den Verein komplett auf links gekrempelt, sehr, sehr viel verändert ins Positive. Seit Tag eins hat er an uns geglaubt und uns besser gemacht“, lobte Havertz den 44 Jahre alten Spanier.

Havertz mit Anlaufschwierigkeiten

Als der deutsche WM-Fahrer im Sommer 2023 vom FC Chelsea zu Arsenal wechselte, hielt sich die Begeisterung der Fans in Grenzen. Auch wegen der hohen Ablösesumme von kolportierten 70 Millionen Euro, die Havertz zunächst nicht mit Leistung zurückzahlen konnte. Vielen galt er als zu unauffällig, zu verspielt, nicht robust genug für den englischen Fußball.

Doch unter Arteta entwickelte sich der Offensivspieler zu einem wichtigen Baustein der Meistermannschaft und spielte sich in die Herzen vieler Arsenal-Fans. Der DFB-Star, der in den vergangenen Jahren schwere Operationen mit langen Reha-Phasen über sich ergehen lassen musste, steht seit Januar wieder regelmäßig auf dem Platz.

Seit 2019 als Trainer beim FC Arsenal: Mikel Arteta. (Archivbild) Foto: Anke Waelischmiller
Seit 2019 als Trainer beim FC Arsenal: Mikel Arteta. (Archivbild) Foto: Anke Waelischmiller

„Kai ist ein Spieler, der uns so viel Vielseitigkeit und Gefahr aus verschiedenen Positionen heraus bietet, weil er ein einzigartiger Spieler ist, was die Positionen angeht, die er besetzen kann, und die Art und Weise, wie er mit anderen Spielern zusammenarbeitet. Ich liebe ihn“, lobte Arteta schon im Vorjahr. Ein Tor an diesem Samstag dürfte diese Liebe weiter befeuern.

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