Osnabrück VfL Osnabrück: Wie geht es weiter mit der Aufstiegsfeierei?
Rekordmeister der 3. Liga, Rekordaufsteiger: Der VfL Osnabrück schafft zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Sprung in die 2. Fußball-Bundesliga. Ein Blick auf die Feierlichkeiten am Wochenende - und wie es danach damit weitergeht.
Mit dem Meistertitel der Saison 2025/26 kürte sich der VfL nicht nur zum Rekordaufsteiger, sondern auch zum Rekordmeister der in der Saison 2008/09 eingeführten 3. Liga mit dem nun dritten Titelgewinn. Alleine in diesem Jahrtausend stiegen die Osnabrücker zum siebten Mal in die 2. Bundesliga auf. Fest stand dies bereits am Samstag nach dem 1:6 von RW Essen beim VfB Stuttgart II, welches die Mannschaft auf der Fahrt nach Wiesbaden und später im Teamhotel feierte. „Es ging aber, was die Eskalation anging. Um halb zwei oder so war ich im Bett“, sagte Innenverteidiger Niklas Wiemann - eine Uhrzeit, die auch Timo Schultz als Trainer bestätigte. „Hilfreich war der späte Anstoß um 16.30 Uhr - da konnte man bisschen ausschlafen“, so Wiemann augenzwinkernd.
In Wiesbaden trafen die Fußballer dann endlich auf die Fans: Bereits beim Einlaufen in die Brita-Arena feierten über 5000 Osnabrücker im Stadion die Mannschaft - ein Heimspiel in Lila-Weiß. Auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter war vor Ort und äußerte sich danach zum Aufstieg der Lila-Weißen.
Schon vor dem Anpfiff wurde lautstark gesungen - und auch während der kompletten Partie: „Nie mehr 3. Liga“, „Wir sind die Osnabrücker, wir sind immer da“ und ein Klassiker der vergangenen beiden Aufstiege: „Wir steigen auf, wir steigen auf. Und wir haben das lila-weiße Licht angemacht.“ Grundstein des Erfolgs war eine überragende Rückrunde. Im Jahr 2026 hat der VfL nun 44 Punkte geholt und bisher nur eine Niederlage kassiert.
Nach dem Platzsturm der Fans in Wiesbaden, den die Polizei trotz anfänglicher Irritation mit dann gelebter Zurückhaltung ermöglichte, genossen die Fußballer das Bad in der Menge. In den Katakomben gingen danach die Feierlichkeiten weiter, an denen auch viele VfL-Mitarbeiter teilnahmen - unter anderem Geschäftsführer Michael Welling mit modischem Fischerhut in lila.
Wiesbaden war aber nur der Auftakt der Partywochen. „Die nächsten drei Wochen werden was zum Genießen“, prophezeite Mittelfeldspieler Fridolin Wagner. Am kommenden Samstag steht das letzte Heimspiel der Saison gegen den SSV Ulm an, zum Abschluss der Saison geht es in der Woche darauf nach Großaspach zur Partie beim VfB Stuttgart II. Am Tag danach steht dann die größte Party in der Stadt an.
Am Sonntag, 17. Mai, dem letzten Tag der Maiwoche, werden Mannschaft, Trainerteam und Vereinsverantwortliche im Rathaus empfangen und sich ins Goldene Buch eintragen. Gegen Mittag wird der Meister und Aufsteiger dann auf die Bühne vor dem Rathaus kommen und mit den Fans noch einmal feiern.
Das dürfen die Fußballer nun erst einmal selbst in ihrer Freizeit machen: Trainer Timo Schultz gab ihnen die nächsten beiden Tage frei und verzichtete auf die Ansetzung des sonst üblichen Regenerations- und Spielersatztrainings am Tag nach der Partie. Danach will die Mannschaft die restlichen Wochen der Saison auf der Illoshöhe genießen und auch dort trainieren. Das bis zuletzt bezogene Winterquartier im Stadion für die Trainingseinheiten auf dem Schinkelberg wird geräumt - es war die Basis für eine sensationelle Rückrunde, die in die Vereinsgeschichte eingeht.