Wiesbaden Das sollten Fans des VfL Osnabrück vor dem Spiel beim SV Wehen Wiesbaden wissen
Am 36. Drittliga-Spieltag tritt der VfL Osnabrück am Sonntag (16.30 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden an - und könnte schon vor dem Spiel den Aufstieg feiern. Begleitet werden die Lila-Weißen von einer großen Zahl an Fans. Das müssen die Anhänger des VfL vor der Partie wissen.
Der SV Wehen Wiesbaden hat sich im Vorverkauf großzügig gezeigt: Angesichts der Bedeutung der Partie für den VfL hatten Osnabrücker Fans ausreichend Gelegenheit an Tickets zu kommen: In der Brita-Arena stehen insgesamt 12.518 Plätze zur Verfügung, der Gästebereich wurde für die Partie auf rund 3700 Sitz- und Stehplätze ausgelegt. Dazu öffneten die Hessen weitere Blöcke, die an den Gästeblock angrenzen - und VfL-Fans bedienten sich fleißig. Es wird demnach ein lila-weißes Heimspiel in Wiesbaden werden, rund 5000 bis 6000 Osnabrücker werden erwartet.
Sitzplatztickets im Heimbereich gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nur noch wenige Hunderte im Onlineshop der Gastgeber, wobei die Blöcke O9 und O10 noch nicht im Verkauf sind oder waren - sie werden wohl erst geöffnet, wenn die anderen Karten weg sind. Insofern gibt es für Kurzentschlossene noch die Chance auf Tickets. Insgesamt kann man am Sonntag wohl mit etwa 10.000 Zuschauern rechnen - das wäre Saisonrekord für den SVWW.
Für die Gastgeber geht es um nichts mehr: Im Laufe der Rückserie schien Wehen Wiesbaden unter Trainer Daniel Scherning noch einmal zurückzufinden ins Aufstiegsrennen, verabschiedete sich zuletzt aber nach sieben Ligaspielen ohne Sieg frühzeitig. Aktuell sind die Hessen Neunter. Der VfL dagegen thront ganz oben und könnte schon vor dem Anpfiff feiern: Wenn Essen am Samstag (16.30 Uhr) nicht gewinnt oder Cottbus am Sonntag (13.30 Uhr) in Duisburg verliert, steht der VfL als Zweitliga-Aufsteiger fest. Treten beide Szenarien nicht ein, braucht der VfL mindestens ein Unentschieden, um aufzusteigen. Mit einem Sieg in Wiesbaden wären die Osnabrücker zudem bereits sicher Meister.
Angesichts der Konstellation wollen viele Osnabrücker Fans natürlich auch die Partien der Konkurrenz sehen. Diese Möglichkeit dürfte einerseits am Samstag und Sonntag in den Kneipen und Sportsbars in Osnabrück und Wiesbaden bestehen. Ein zentrales „Public Viewing“ des Essen-Spiels am Samstag wird es für Osnabrücker Fans aber wohl nicht geben. Die Partie zwischen Duisburg und Cottbus am Sonntag wird aber vor der Brita-Arena gezeigt. Für alle VfLer lohnt sich am Sonntag wohl eine frühzeitige Anreise in die hessische Landeshauptstadt.
Die Brita-Arena ist seit 2007 die Heimat des SV Wehen Wiesbaden, einem Club, der zu größten Teilen der Hanvest-Holding gehört, die wiederum die Muttergesellschaft des Wasserfilter-Herstellers ist, der das Namenssponsoring des Stadions übernimmt. Die Spielstätte des SVWW ist zwar ein reines Fußballstadion, vom Flair eines Traditionsstandortes wie der Bremer Brücke allerdings weit entfernt: Sie besteht in erster Linie aus Wellblech, Metall und Stahlrohrgerüsten unter den Tribünen. Aber sie hat einen wesentlichen Vorteil: Sie ist nur einen Kilometer vom Wiesbadener Hauptbahnhof entfernt und damit fußläufig perfekt zu erreichen für Zugreisende. Die Strecke ist VfL-Fans gut bekannt: Bereits 15-Mal spielten die Osnabrücker dort in den letzten 18 Jahren.
Das könnte für eine mögliche Aufstiegsparty kaum besser sein: Mehr als 20 Grad und ein Mix aus Wolken und Sonnenschein werden am Sonntag in Wiesbaden erwartet. Sonnenbrille und -Creme sind empfehlenswert, dazu luftige Kleidung - bestenfalls in lila: Die Fanszene Osnabrück und der VfL haben einen Aufruf gestartet: „Alle in lila nach Wiesbaden!“