Bremen  Angriff mit Machete in Bremer Neustadt: 24-Jähriger verliert zwei Finger

Eyke Swarovsky
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Von Eyke Swarovsky
| 29.04.2026 15:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein 24-jähriger Mann ist am Donnerstag in Bremen mit einer Machete attackiert und schwer verletzt worden. Foto: imago/Eckhard Stengel
Ein 24-jähriger Mann ist am Donnerstag in Bremen mit einer Machete attackiert und schwer verletzt worden. Foto: imago/Eckhard Stengel
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Ein brutaler Angriff in der Bremer Neustadt hat am Dienstag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein junger Mann wurde mit einer Machete schwer verletzt, während die Beamten mehrere Tatverdächtige stellten.

Die Polizei hat nach zwei Gewalttaten in der Bremer Neustadt Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Am Dienstag sind dabei zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren zum Opfer von Attacken geworden, wie die Polizei Bremen mitteilt.

Der erste Vorfall hatte sich am Mittag an der Großen Johannisstraße, Ecke Süderstraße, ereignet. Die beiden jungen Männer hielten sich in der Nähe ihrer Wohnung im Freien auf, als ein Bekannter hinzukam. Der Mann gehört laut Polizei zu einer Gruppe, die derzeit bei den beiden Männern übernachtet. Unvermittelt schlug der Angreifer demnach mit einer Machete von oben auf den 24-Jährigen ein.

Das Opfer versuchte, die Schläge mit den Armen und Händen abzuwehren. Dabei erlitt der 24-Jährige schwere Verletzungen an der Hand, wobei zwei Finger durchtrennt wurden. Er musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Täter flüchtete vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte.

Wenig später wurde die Polizei zu einem weiteren Einsatz in die Wohnung der beiden Männer gerufen, da es dort zu einer erneuten Auseinandersetzung gekommen war. Vor Ort stellten die Beamten mehrere Tatverdächtige aus Algerien und Marokko. Im Zuge der Maßnahmen beschlagnahmte die Polizei unter anderem Mobiltelefone. Einer der Gestellten rückte im Rahmen der Befragungen als mutmaßlicher Täter des Machetenangriffs in den Fokus der Ermittler.

Bekannte des Opfers fanden schließlich die Tatwaffe in einem Versteck in der Wohnung und übergaben die Machete der Polizei.

Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang zur Soko „Junge Räuber“. Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 3623888 zu melden.

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