Osnabrück  Pötter lüftet Geheimnis: Was aus dem alten Prelle-Shop in Osnabrück wird

Wilfried Hinrichs
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Von Wilfried Hinrichs
| 29.04.2026 13:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Eckgebäude an der Krahnstraße 43 steht seit einiger Zeil leer. Zuletzt war der Prelle-Shop hier ansässig. In Zukunft soll hier eine Kinder -und Jugendbibliothek untergebracht werden. Foto: Benjamin Beutler
Das Eckgebäude an der Krahnstraße 43 steht seit einiger Zeil leer. Zuletzt war der Prelle-Shop hier ansässig. In Zukunft soll hier eine Kinder -und Jugendbibliothek untergebracht werden. Foto: Benjamin Beutler
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Es verändert sich was in der Osnabrücker Innenstadt. Und die Veränderung ist so wichtig, dass Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) dazu kurzfristig zu einer Pressekonferenz am Donnerstag geladen hat, um selbst das Geheimnis zu lüften. Es geht um ein markantes Gebäude. Aber auch für eine zweite Immobilie gibt es Pläne.

Die Nachricht ist so wichtig, dass die Chefin selbst damit an die Öffentlichkeit will: Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) hat zu einer Pressekonferenz am morgigen Donnerstag (30. April, 10.30 Uhr) eingeladen. Sie will erklären, wie die Stadt den ehemaligen Prelle-Shop an der Krahnstraße nutzen will. Eigentlich wollte sie auch etwas über das Haus Tenge (ehemals „La Vie“) sagen, doch das Thema wurde kurzfristig zurückgestellt.

Beide Immobilien waren ursprünglich Gegenstand der Beratungen des Betriebsausschusses Immobilien- und Gebäudemanagement am Dienstag, 5. Mai, im Ratssitzungssaal. Ungewöhnlich ist: Der Immobilienausschuss und der Kulturausschuss tagen ab 17 Uhr für 20 Minuten gemeinsam.

Beim Blick auf die Tagesordnung wird klar, warum die Fachpolitiker für Immobilien, Finanzen und Kultur zusammen beraten: Der frühere Prelle-Shop an der Ecke Krahnstraße/Lortzingstraße soll zur Kinder- und Jugendbibliothek umgebaut werden. Die Sitzungsunterlagen sind noch nicht veröffentlicht, Details noch nicht bekannt. Die will die Oberbürgermeisterin selbst in der Pressekonferenz vorstellen.

Über 100 Jahre hatte das Papier- und Schreibwarengeschäft Prelle seinen Sitz in dem Eckgebäude an der Krahnstraße. 2023 verkleinerte Inhaberin Uta Westerholt die Ladenfläche und zog hundert Meter weiter ins Haus Krahnstraße 6. Das Eckhaus mit der verspielten Fassade steht seitdem leer. Es hielt sich lange Zeit das Gerücht, ein Fast-Food-Anbieter wolle dort einziehen.

Auch in ein anderes Gebäude der Altstadt soll neues Leben einkehren: Im Haus Tenge im Rücken des Rathauses will die Stadt ein Trauzimmer einrichten. Angedacht ist dafür nach Informationen unserer Redaktion der große Saal im Obergeschoss, wo Platz für größere Hochzeitsgesellschaften wäre. Im Erdgeschoss soll es wieder eine Gastronomie geben.

Die Nutzung des Hauses Tenge durch das Standesamt ist ein Tagesordnungspunkt der Sitzung des Immobilienausschusses am Dienstag. Allerdings: Letzte Details des Mietvertrages seien noch zu klären, heißt es aus dem Rathaus. Deshalb werde das Thema möglicherweise von der Tagesordnung abgesetzt und in einer der nächsten Sitzungen behandelt.

Nach dem Aus für das Sterne-Restaurant „La Vie“ im Juli 2018 stand die Immobilie unter keinem guten Stern. Lange stand es leer, dann zog der Nachfolger des insolventen Pralinenherstellers Leysieffer mit einem Café ein. 2024 war auch dieses Gastspiel beendet. Mit dem Standesamt wäre ein Nutzer gefunden, der Langfristigkeit und Stabilität verspricht.

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