Osnabrück  15 Punkte nur durch Joker: Beim VfL Osnabrück werden alle Spieler gebraucht

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 27.04.2026 14:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das letzte Jokertor: Bernd Riesselmann erzielte am Samstag das 2:1 für den VfL Osnabrück gegen den SC Verl. Foto: imago/Leon Frick
Das letzte Jokertor: Bernd Riesselmann erzielte am Samstag das 2:1 für den VfL Osnabrück gegen den SC Verl. Foto: imago/Leon Frick
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Beim 2:1-Sieg des VfL Osnabrück war Bernd Riesselmann als Siegtorschütze der gefeierte Mann. Es war das fünfte Mal, das ein Lila-Weißer in dieser Saison als Einwechselspieler das entscheidende Tor erzielte. 15 Punkte holte der VfL dank seiner Joker - und bestätigt damit einen bei Trainern beliebten Spruch.

„Im Laufe der Saison wird jeder Spieler wichtig.“ Diesen oder einen so ähnlich lautenden Satz nutzen Fußballtrainer gerne, um auch die Profis bei Laune zu halten, die wenig Spielzeit bekommen. Um sie mit einzubeziehen und auf Spannung zu halten, bis sie ihre Chance kriegen. Auch Timo Schultz, Cheftrainer des VfL Osnabrück, hat diesen Satz in dieser Saison mehrfach ausgesprochen - ihn aber auch besonders mit Leben gefüllt.

Alle 25 Feldspieler, die bei den Lila-Weißen im Laufe der Saison unter Vertrag standen, kamen bereits zum Einsatz. Und der VfL profitiert vor allem von seinen Einwechselspielern - oder andersherum: vom Goldenen Händchen seines Trainers.

15 Punkte brachten die Joker den Lila-Weißen quasi im Alleingang, so auch am Samstag, als der eingewechselte Bernd Riesselmann gegen den SC Verl in der fünften Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer besorgte - auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten Kai Pröger. Es waren bereits die „Jokerpunkte“ zwei und drei, für die Riesselmann verantwortlich ist: Schon beim 2:2 in Rostock traf er als Einwechsler zum Endstand. Besonders effizient zeigte sich ein anderes Talent aus dem eigenen Nachwuchs: Ismail Badjie. Der 20-Jährige holte acht Punkte im Alleingang, als er jeweils in beiden Spielen gegen Cottbus und Ingolstadt als Joker zu insgesamt vier 1:0-Siegen traf.

Zwei Partien wurden darüber hinaus von zwei Jokern maßgeblich entschieden: Frederik Christensen wurde am 3. Spieltag gegen Saarbrücken beim Stand von 0:0 eingewechselt und zog die Partie durch seine Vorlage zum 1:0 (für Bjarke Jacobsen) und sein Tor zum 2:0 auf die lila-weiße Seite. Tony Lesueur erledigte ähnliches beim 3:1 in Aue, als er beim Stand von 1:1 in die Partie kam, zum 2:1 selbst traf und das 3:1 für Robin Meißner auflegte.

Zwar nicht spielentscheidend, aber doch teilweise wichtig waren die sieben weiteren Torbeteiligungen der Osnabrücker Joker: Etwa Prögers Tor zum 3:0 gegen Essen, Christensens Vorlage zum 2:0 in Havelse oder Badjies 3:1 im Hinspiel gegen Aue und das 4:1 in Mannheim, das Riesselmann wiederum auflegte. Übrigens: Ohne die 15 Punkte, die der VfL dank der Tore und Vorlagen seiner Einwechselspieler holte, wäre er mit 58 Punkten im Aufstiegsrennen weit zurück. Insofern trifft der alte Satz der Fußballtrainer zu: Jeder kann in einer Saison wichtig werden und elementar zum Erfolg beitragen - ob in der Startelf oder von der Bank kommend.

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