Champions League Plötzlich im Fokus: Kompany-Assistent Danks Chef in Paris
Auf Vincent Kompany kommt ein schwieriger Abend zu. Der gesperrte Chefcoach darf im Prinzenpark nicht in die Coaching Zone. Wie die Bayern das Handicap lösen wollen.
Alles hört auf sein Kommando: Der Engländer Aaron Danks muss im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) in eine ungewohnte Hauptrolle schlüpfen. Der 42 Jahre alte Assistent von Vincent Kompany (40) soll den nach drei Gelben Karten gesperrten Chefcoach im Prinzenpark-Stadion am Spielfeldrand vertreten.
„Natürlich werden wir ihn vermissen an der Seitenlinie“, sagte Torjäger Harry Kane zu der Premiere ohne Kompany, welche die Münchner meistern müssen. „Er ist unser Anführer, er ist unser Boss.“ Kompany darf das Bayern-Team wie gewohnt taktisch und personell auf die Partie vorbereiten, aber dann nach der Ankunft im Stadion nicht mehr betreuen. In die Kabine darf er nicht.
Wann Danks normalerweise in Erscheinung tritt
Dort wird es dann besonders auf den engen Vertrauten Danks ankommen. Der kam im Sommer 2024 gemeinsam mit Kompany nach München. Bei Spielen fällt er normalerweise vor allem dann auf, wenn es Ecken oder Freistöße für die Münchner gibt. Dann steht Danks am Spielfeldrand und gibt Zeichen. Er ist in Kompanys Trainerstab unter anderem für die Standardsituationen zuständig.
Bayerns Sportdirektor Christoph Freund sprach von „einer neuen Situation“, die man ohne Kompany in Paris bewältigen müsse. „Aber wir werden uns dieser Herausforderung stellen und das als Team hinbekommen und händeln“, meinte Freund. Das Trainerteam um Kompany sei „gut abgestimmt aufeinander“.
Danks muss unter großem Druck liefern. Und Kompany? Der Belgier dürfte in der ungewohnten Zuschauerrolle auf der Tribüne aufgeregter und unruhiger sein als sonst üblich. „Es wird schwierig sein für ihn“, glaubt Kane.