Osnabrück  VfL Osnabrück: Was ist dran an den Rückkehr-Gerüchten um Heyer, Amenyido und Traoré?

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 23.04.2026 18:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Spielten in der Saison 19/20 gemeinsam beim VfL Osnabrück: Moritz Heyer (rechts) und Etienne Amenyido werden in der kommenden Spielzeit allerdings wohl kaum erneut Teamkollegen. Foto: imago/Fotostand
Spielten in der Saison 19/20 gemeinsam beim VfL Osnabrück: Moritz Heyer (rechts) und Etienne Amenyido werden in der kommenden Spielzeit allerdings wohl kaum erneut Teamkollegen. Foto: imago/Fotostand
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Moritz Heyer, Etienne Amenyido und sogar Omar Traoré: Um den VfL Osnabrück gibt es aktuell drei Gerüchte um mögliche Rückholaktionen. So ist der Stand der Dinge.

Während der VfL Osnabrück in die letzten Wochen der Drittliga-Saison steuert und dabei gute Chancen auf den Aufstieg hat, laufen wie in jedem professionell geführten Fußballclub die Planungen für die kommende Saison bereits. Und das in zwei Szenarien: einmal für den Verbleib in die 3. Liga und einmal für den Falle des Aufstiegs in die 2. Bundesliga. Nun wabern Gerüchte um gleich drei Rückholaktionen durch das Internet und andere Medien: Was ist dran an der möglichen Rückkehr der Ex-VfLer Moritz Heyer, Etienne Amenyido und Omar Traoré?

Der 31-Jährige, der in Ostercappeln geboren wurde, kämpft mit der Fortuna gerade um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Heyer ist in Düsseldorf Rotationsspieler in einer verkorksten Saison, 17 Einsätze absolvierte er bislang, zehn Mal stand er in der Startelf. Das Gerücht um eine Rückkehr in die Heimat und zu dem Verein, wo er in der Jugend drei Jahre und dann bei den Profis eine Saison kickte, hält sich bereits seit Wochen.

Nach noz-Informationen gab es Kontakt zwischen Heyers Berater, dem Spieler selbst und dem VfL. Für den Spieler selbst wäre ein Wechsel nach Osnabrück gut denkbar, die Lila-Weißen sehen sich jedoch in der Defensive grundsätzlich gut aufgestellt und müssen gleichzeitig auf ihr Budget achten, schätzen allerdings vor allem Heyers Vielseitigkeit - der 177-fache Zweitligaspieler kann in der Dreier-/Fünferkette fast auf jeder Position spielen und ist auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar. Vieles hängt in dieser Personalie auch an den Planungen von Yigit Karademir: Der Vertrag des 21-jährigen Eigengewächses beim VfL läuft aus, ein Angebot liegt vor - Tendenz offen. Zudem könnte mit Robin Fabinski ein Abwehrspieler begehrt bei anderen Clubs sein. Geht einer von beiden, könnte Heyer eine naheliegende Option für den VfL werden. Allerdings könnte sich Heyers Vertrag in Düsseldorf durch eine Klausel bis Saisonende auch noch verlängern. Dann wäre für ihn wohl eine Ablöse fällig.

Amenyido wurde Anfang der Woche mit dem VfL in Verbindung gebracht. Der 28-Jährige spielte bereits von 2018 bis 2021 in Osnabrück - und wechselte danach zum heutigen Trainer der Lila-Weißen: Unter Timo Schultz arbeitete der Togolese anderthalb Jahre bis zur Entlassung des Coaches beim Kiezclub. Die gemeinsame Zeit war vor allem für den in seiner Karriere immer wieder verletzungsanfälligen Amenyido durchaus erfolgreich: Schultz setzte auf den 1,85-Meter-Mann, der in 29 gemeinsamen Partien fünf Mal traf. Seit Sommer 2024 spielt Amenyido in Münster, für die stark abstiegsbedrohten Preußen erzielte er in dieser Saison in 20 Spielen sechs Tore und ist damit gemeinsam mit Oliver Batista-Meier Topscorer.

Eine Rückkehr nach Osnabrück wird es allerdings nicht geben. Nach noz-Informationen fiel der Name zwar in Gesprächen mit Amenyidos Berateragentur SBE Management, die auch Heyer sowie Julian Kania und Theo Janotta aus dem aktuellen Kader berät, der VfL ist demnach aber an einer Verpflichtung nicht interessiert.

Ziemlich überraschend berichtete am Mittwochabend das Online-Portal fussballtransfers.com über angebliche Gespräche zwischen dem VfL und dem Rechtsverteidiger, der 2023 nach dem Aufstieg den Sprung in die Bundesliga schaffte. Traoré soll den Lila-Weißen dem Bericht zufolge von seinem Berater sogar angeboten worden sein. Klar ist: Traoré wird seinen Vertrag in Heidenheim nach bislang 85 Bundesliga-Spielen nicht verlängern und den FCH verlassen. Auch deshalb ist er aktuell wohl nur zweite Wahl bei Trainer Frank Schmidt. In früheren Wechselperioden wurde der 28-jährige gebürtige Osnabrücker auch schon mit internationalen Vereinen wie Lazio Rom in Verbindung gebracht.

Nach Informationen unserer Redaktion ist ein Wechsel nach Osnabrück in diesem Sommer jedenfalls aktuell überhaupt kein Thema. Kontakt zwischen Traorés Berater und dem VfL hat demnach nicht stattgefunden. Ohnehin ist es nur schwer vorstellbar, dass Traoré ins Osnabrücker Gehaltsgefüge passen könnte und nach fast drei Jahren als Stammspieler in der Bundesliga zudem keine sportlich attraktiveren Optionen hat als den wahrscheinlichen Abstiegskampf in der 2. Bundesliga oder bei Nicht-Aufstieg gar die 3. Liga.

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