Osnabrück Osnabrücker Interesse am Bauturbo: Fast 30 Anträge gestellt
Der von der Bundesregierung eingeführte Bauturbo soll die Wohnungsbau-Genehmigung vereinfachen. In Osnabrück ist das Interesse groß, bereits fast 30 Bauanträge wurden eingereicht.
Ende vergangenen Jahres hat die Bundesregierung ihn gezündet, den so genannten Bauturbo. Die Änderungen im Baugesetzbuch sollen dafür sorgen, dass Wohnungen schneller genehmigt werden können, ohne aufwändige Erstellung von Gutachten, Dokumenten, Abspracherunden mit Politik, Stadtverwaltung, öffentlichen Auslegungen. All das verzögert Projekte nicht selten über Jahre.
Osnabrück will jetzt im Stadtrat „Osnabrücker Grundsätze“ beschließen, die die Verwaltung zum Umgang mit den neuen Freiheiten erarbeitet hat. Das machen andere Kommunen genauso, es ist ein Regelwerk mit Schranken gegen einen ungehemmten Bauturbo. Auf Grüne Finger, sozialen Wohnraum wird dabei zum Beispiel geachtet.
Doch das heißt nicht, dass erst jetzt mit dem Einsatz des vereinfachten Genehmigungswerkzeugs begonnen wird. Wie die Stadt Osnabrück auf Anfrage der Redaktion mitteilt, sind schon fast 30 Bauanträge und Anträge auf Bauvorbescheid reingeflattert. Und: „Grundsätzlich verzeichnet die Stadt Osnabrück in ihrer Bauberatung zahlreiche formlose Anfragen zur Genehmigung nach dem Bau-Turbo“, schreibt Stadtsprecher Constantin Binder.
Gut die Hälfte der Anträge sei bewilligt worden, nämlich 13. Abgelehnt wurden 7 – und 7 weitere befinden sich aktuell noch in Prüfung.
Insgesamt ist das Interesse der Bauherren also vorhanden. Gut für das Ziel der Stadt Osnabrück, bis zum Jahr 2040 insgesamt 8000 neue Wohnungen zu schaffen. So viel braucht es laut einer Studie. Gut die Hälfte davon soll durch Neubau entstehen.