Osnabrück  VfL Osnabrück: Kehl pausiert im Training - Fabinski fehlt wohl noch länger

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 21.04.2026 16:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Fehlt im Training des VfL Osnabrück, soll am Samstag aber spielen: Lars Kehl. Foto: imago/Christoph Reichwein
Fehlt im Training des VfL Osnabrück, soll am Samstag aber spielen: Lars Kehl. Foto: imago/Christoph Reichwein
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Beim ersten Training der Woche fehlten beim VfL Osnabrück mit Lars Kehl und Robin Fabinski zwei Profis. Während der eine am Samstag gegen den SC Verl spielen soll, könnte das Comeback des anderen noch auf sich warten lassen. Derweil geht es beim Bau des Trainingszentrums gut voran.

Während die Profifußballer des VfL Osnabrück Woche für Woche große Schritte in Richtung 2. Bundesliga machen, bewegt sich auch neben dem Platz einiges: Parallel zur Trainingseinheit am Dienstagvormittag wurden auf der Baustelle des Funktionsgebäudes am Schinkelberg die Fertig-Betonteile für die Decke zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss montiert. So langsam sind die Dimensionen der künftigen VfL-Schaltzentrale absehbar - und sie sind durchaus eindrucksvoll.

Wenn der Rohbau in den kommenden Wochen dann mit den Wänden der obersten Etage vollendet wird, geht es für die lila-weißen Fußballer um den Aufstieg. Dafür stand nun in Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den SC Verl (Samstag, 14 Uhr) die erste Trainingseinheit der Woche an - allerdings ohne Lars Kehl. Der 24-Jährige, der sich seit dem 1:0 gegen Energie Cottbus vor zehn Tagen mit einer Prellung herumschleppt, konnte am Wochenende in Ingolstadt zwar auflaufen, pausierte aber wieder am Dienstag.

„Wir müssen gucken, was Sinn macht und was nicht. Gerade heute waren wir viel in Kleinfeldern unterwegs. Da hättest du die Uhr danach stellen können, dass er einen Schlag draufkriegt“, erklärt VfL-Trainer Timo Schultz, gab aber eine optimistische Vorhersage: „Morgen soll er wieder mitmachen und dann wird er am Samstag auch spielen können.“ In Ingolstadt habe Kehl in seinen 60 Einsatzminuten zwar „zu kämpfen gehabt, aber gut auf die Zähne gebissen.“

Zur schnellen Rückkehr auf den Trainingsplatz reicht es für Robin Fabinski derweil nicht. Der 22-jährige Verteidiger laboriert seit der 0:1-Niederlage in Duisburg an einer Bänderverletzung und war auch am Dienstag neben Kehl der einzige fehlende VfL-Profi. Zwar hält man sich im Verein mit einer Prognose im Hinblick auf Fabinskis Comeback zurück, es scheint aber durchaus wahrscheinlich, dass er in dieser Saison nicht mehr in einem Pflichtspiel eingesetzt werden kann.

Für eine kurze Minute drohte während der Trainingseinheit sogar ein weiterer Ausfall: Bjarke Jacobsen schien sich bei einem Zweikampf mit Tony Lesueur am Knöchel verletzt zu haben, stand aber nach einer Behandlungspause wieder und brachte das Training zu Ende. „Halb so wild“, meinte Schultz. „Der musste sich nur eine Minute aufregen und dann geht es weiter.“

Ansonsten ist der Plan für die Trainingswoche relativ simpel, obwohl mit den spielstarken Verlern am Samstag ein spezieller Gegner auf den Tabellenführer zukommt. „Es sind noch vier Spiele, es geht nicht mehr groß um Inhalte oder darum, Belastung aufzubauen“, sagt Schultz. „Wir müssen einfach eine gute Energie aufbauen, oder sie in der Gruppe drin behalten. Das reicht für uns.“

Als ebenfalls völlig ausreichend bewertet man beim VfL die aktuelle Alltagssituation: die Mannschaft verbringt ihre Tage weiterhin im improvisierten Funktionstrakt im Stadion und pendelt zum Training an den Schinkelberg. An eine Nutzung der Illoshöhe ist angesichts der Platzqualität nicht zu denken. Aber weil es sportlich seit dem Umzug im Spätherbst so gut läuft, denkt bis Saisonende sowieso keiner mehr an einen Rückzug dorthin - und am Schinkelberg entwickelt sich ja auch bereits einiges. Bis die Räumlichkeiten dort bezogen werden können, wird es aber noch mindestens bis Jahresende dauern.

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