Osnabrück Vandalismus an „Orange Bank“ in Schinkel-Ost in Osnabrück sorgt für Empörung
Die „Orange Bank“ am Bornheidesee in Osnabrück ist nach Ostern beschmiert worden. Der Bürgerverein Schinkel-Ost reagiert mit deutlicher Kritik – die Bank erinnert an einen Femizid im Stadtteil.
Im Osnabrücker Stadtteil Schinkel-Ost ist die „Orange Bank“ am Bornheidesee über die Ostertage beschmiert worden. Das teilte der Bürgerverein Schinkel-Ost mit, der die Bank im November 2025 gestiftet hatte. Der Verein ist fassungslos.
Die Bank steht als Symbol gegen Gewalt an Frauen und erinnert zugleich an einen Femizid im Stadtteil: Am 23. Juni 2025 war eine Mutter von drei Kindern getötet worden. „Wer trägt so viel Hass in sich, um diese Erinnerung so zu verletzen?“, fragt der Verein in einer Stellungnahme.
Die „Orange Bank“ wurde im vergangenen Jahr rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufgestellt. Sie ist Teil mehrerer solcher Installationen in Osnabrück, die dauerhaft auf das Thema aufmerksam machen sollen: Ebenfalls in Schinkel-Ost, aber an der Windthorststraße, wurde im vergangenen November eine Orange Bank aufgestellt.
Gerade vor diesem Hintergrund wiegt die Beschädigung aus Sicht des Vereins schwer. Neben möglicher Provokation oder Intoleranz sieht der Bürgerverein darin auch ein gesellschaftliches Problem: Alle seien aufgefordert, solchen Taten entgegenzutreten.
Im Zusammenhang mit der Tat weist der Bürgerverein auf ein anderes Thema hin: die fehlende Beleuchtung im Bereich des Bornheidesees. Diese sei 2025 abgebaut worden, seitdem gelte der Park nach Einbruch der Dunkelheit als Angstraum – insbesondere für Frauen.
Der Verein fordert die Stadt auf, hier nachzubessern und für mehr Sicherheit zu sorgen. Die beschmierte Bank soll unterdessen zeitnah gereinigt werden.