Osnabrück  So könnte der VfL Osnabrück schon an diesem Wochenende aufsteigen

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 20.04.2026 13:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der VfL Osnabrück und sein Anhang beim Spiel in Ingolstadt: Ein Aufstieg auswärts - etwa in Wiesbaden - ist aktuell ein sehr wahrscheinliches Szenario. Foto: imago/Fotostand
Der VfL Osnabrück und sein Anhang beim Spiel in Ingolstadt: Ein Aufstieg auswärts - etwa in Wiesbaden - ist aktuell ein sehr wahrscheinliches Szenario. Foto: imago/Fotostand
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Vier Spieltage vor Saisonende hat der VfL Osnabrück sieben Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. Der Traum vom Aufstieg könnte schon an diesem Wochenende Realität werden – abhängig von Ergebnissen der Konkurrenz. Aber auch für die Spieltage danach stehen die Chancen auf eine lila-weiße Party gut.

Mit 70 Punkten aus 34 Spielen steht der VfL Osnabrück vor dem vorzeitigen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Sieben Punkte Vorsprung sind es bei noch vier ausstehenden Partien auf den Relegationsrang. Der Aufstieg ist so bereits an diesem Wochenende möglich – allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen.

Wahrscheinlich erscheint aktuell ein Szenario, in dem der VfL und alle, die es mit ihm halten, auf dem Sofa oder gar der Tribüne vor dem eigenen Anpfiff feiern können. Ein Blick auf das Restprogramm der Aufstiegskonkurrenz und die Situation an den kommenden Spieltagen.

Der Tabellenvierte aus Duisburg macht am Freitagabend (19 Uhr) den Auftakt mit dem schweren Auswärtsspiel bei formstarken Aachenern. Verlieren die Zebras bei der Alemannia, könnte der VfL mit einem Sieg im Heimspiel gegen den SC Verl am Tag darauf (14 Uhr) den Vorsprung so vergrößern, dass er vom MSV nicht mehr eingeholt werden kann. Die Ostwestfalen kommen übrigens mit nur einem Sieg aus den letzten vier Partien an die Bremer Brücke. Erst am Sonntag (13.30 Uhr) spielt Energie Cottbus – aktuell punktgleich mit Duisburg – bei Viktoria Köln. Verliert in diesem Szenario auch Energie, feiert der VfL den Aufstieg auf dem Sofa.

Der Tabellenfünfte Hansa Rostock empfängt am Samstag (14 Uhr) den SSV Jahn Regensburg. Rot-Weiss Essen hat am Sonntag (16.30 Uhr) den 1. FC Saarbrücken zu Gast. Beide Ergebnisse sind für einen möglichen Aufstieg des VfL am kommenden Wochenende nicht direkt relevant.

Am Samstag (14 Uhr) reist Hansa Rostock nach Aachen und muss dort voraussichtlich punkten, um sich eine gute Ausgangsposition für die letzten Wochen der Saison zu erarbeiten. Das Gleiche gilt für den SC Verl, der zeitgleich den TSV Havelse empfängt. Der Tabellenzweite aus Essen tritt am Samstag um 16.30 Uhr beim VfB Stuttgart II an.

Am Sonntag wird es dann für alle VfL-Fans interessant: Bei einem Sieg gegen Verl in der Woche zuvor und entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz könnte man den Aufstieg nämlich in Wiesbaden feiern – allerdings vor dem eigenen Anstoß.

Um 13.30 Uhr treffen nämlich Duisburg und Cottbus aufeinander: die beiden Clubs, die mit 63 Punkten aktuell Rang drei und vier belegen. Je nachdem, wie Spieltag 35 verläuft, könnte ein Remis in dieser Partie den Aufstieg bedeuten – quasi pünktlich zum Aufwärmen der Lila-Weißen in der Brita Arena.

Auch ein Aufstieg aus eigener Kraft in Wiesbaden ist natürlich möglich. Grundsätzlich gilt: Der VfL muss selbst mindestens so viele Punkte holen wie der MSV und der FC Energie in seinen beiden Spielen, um am 36. Spieltag aufzusteigen. Und dafür könnte ein Remis oder ein Sieg in Hessen nötig werden.

Den Startschuss in den vorletzten Spieltag gibt erneut der MSV Duisburg mit dem Auswärtsspiel in Aue (Freitag, 19 Uhr). Am Tag darauf spielen Osnabrück (gegen Ulm), Cottbus (gegen Wehen Wiesbaden), Rostock (gegen Stuttgart II) und Essen (gegen Verl) alle gleichzeitig am Samstag um 14 Uhr. Spätestens hier könnte im VfL-Sinne bei halbwegs günstigem Verlauf der nächsten Wochen eine Entscheidung fallen.

Sollten die Osnabrücker ihre möglichen Matchbälle bis zum letzten Spieltag liegen lassen, haben sie am 16. Mai voraussichtlich die finale Chance, wenn alle Partien in der 3. Liga zeitgleich stattfinden (Samstag, 13.30 Uhr). Der VfL tritt dann beim VfB Stuttgart II an, während Essen in Ulm zu Gast ist, Cottbus in Regensburg aufläuft, Duisburg Viktoria Köln empfängt, Rostock in Saarbrücken spielt und Verl gegen 1860 München ran muss.

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