Osnabrück Betreiber insolvent: Aus für Escape-Rooms von Room Fox in Osnabrück, Bielefeld und Lingen
Die „Room Fox“-Escape-Rooms in Osnabrück, Bielefeld und Lingen müssen wegen Insolvenz schließen. Für Geschäftsführer Björn Schöne ist es bereits die zweite Pleite binnen 16 Monaten. Was hat dazu geführt?
Die Osnabrücker Unternehmergesellschaft Keep Life Fun, Betreiberin der „Room Fox“-Escape-Rooms in Osnabrück, Bielefeld und Lingen, ist insolvent. Das Amtsgericht Osnabrück hat am 30. März einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Wie Geschäftsführer Björn Schöne auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, sollen die drei Standorte zum 30. April schließen. 31 Mitarbeitende verlieren dadurch ihren Job. Es handelt sich meist um Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte.
Die Escape-Rooms wurden ursprünglich von der Room Fox GmbH betrieben. Diese hatte im November 2024 Insolvenz angemeldet. Im Anschluss übernahm die neu gegründete Keep Life Fun UG (Unternehmergesellschaft) den Betrieb. Nun ist auch sie in finanzielle Existenznot geraten.
Der „Room Fox“-Standort in Frankfurt ist von der aktuellen Entwicklung nicht betroffen. Er wird von einer anderen Gesellschaft geführt. Dort läuft der Betrieb laut Schöne weiter.
Als Grund für das Aus am Stammsitz in Osnabrück sowie den beiden Niederlassungen im Emsland und in Ostwestfalen nennt der Geschäftsführer einen „rasenden Anstieg der Kosten bei gleichzeitig lahmender Nachfrage“. Escape-Rooms seien auf viel Personal angewiesen.
Gleichzeitig geben laut Schöne viele Menschen weniger Geld für Freizeit aus. Die Gäste seien „preissensibler“ geworden. Höhere Preise ließen sich deshalb kaum durchsetzen. Die gestiegenen Kosten könne das Unternehmen nicht an die Kunden weitergeben.
Hinzu komme ein strukturelles Problem der Branche. Während etwa Restaurants zeitweise steuerlich entlastet worden seien, habe es für Freizeitangebote keine vergleichbare Unterstützung gegeben.
Trotz der Insolvenz soll die Marke Room Fox in Osnabrück nicht vollständig verschwinden. Geplante Outdoor-Abenteuer will das Unternehmen weiterhin umsetzen. Was mit den Räumen und dem Inventar geschieht, ist noch offen.
Kunden mit Tickets und Gutscheinen wurden laut Schöne über die Situation informiert. Gebuchte Termine wurden storniert.
Im Jahr 2025 hatte sich der Osnabrücker Escape-Room-Chef noch zuversichtlich gezeigt. „Ich hoffe, dass wir gestärkt aus dieser Zeit herausgehen“, sagte er damals. Trotz sinkender Umsätze seit der Corona-Zeit hielt Schöne das Konzept weiter für tragfähig.