Osnabrück  Kampfmittelbergung in der Osnabrücker Wüste? Das passiert am Hoffmeyer-Carrée

David Wagner
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Von David Wagner
| 15.04.2026 17:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Bagger steht auf dem Baugrund an der Rehmstraße. Damit dieser seine Arbeit voll aufnehmen kann, müssen die Kampfmittelexperten grünes Licht geben. Foto: Mareike Baart
Ein Bagger steht auf dem Baugrund an der Rehmstraße. Damit dieser seine Arbeit voll aufnehmen kann, müssen die Kampfmittelexperten grünes Licht geben. Foto: Mareike Baart
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Wo einst die Seifenfabrik in Osnabrück-Wüste stand, soll das Hoffmeyer-Carrée entstehen. Kein Wunder, dass Baumaschinen auf dem Gelände stehen. Ein Fahrzeug mit der Aufschrift „Kampfmittelbergung“ wirft hingegen bei Anwohnern Fragen auf. Wir sind diesen nachgegangen.

Kampfmittelbergung Lüneburg GmbH prangt auf einem roten Fahrzeug, welches sich auf der Baubrache Ecke Rehmstraße/Lange Straße im Osnabrücker Stadtviertel Wüste befindet. Hier entsteht das Hoffmeyer-Carrée mit neuen Wohnungen, Büros und Praxen. Damit keine bösen Überraschungen beim Bau lauern, ist eine Spezialfirma im Einsatz. Die Mitarbeiter sondierten auch schon eine andere prominente Baustelle in Osnabrück.

Am Bauplatz am Hoffmeyerplatz führt das Spezialunternehmen gerade eine sogenannte Kampfmittelsondierung durch. Gemeint ist damit eine Untersuchung des Bodens auf Blindgänger und Munitionsreste aus den Weltkriegen. Hierbei kommen verschiedene technische Mittel zum Einsatz. Wie zum Beispiel Gradiometer, die durch Magnetismus Fremdkörper unter der Erdoberfläche aufspüren.

Ziel ist ein kampfmittelfreies und damit sicheres Baugrundstück. Wer bei Baumaßnahmen in Osnabrück Eingriffe in den Boden vornimmt, ist dazu verpflichtet, eine Untersuchung des Baubereichs nach Kampfmitteln zu veranlassen. Hierzu ist vor Baubeginn ein nach § 7 und § 20 Sprengstoffgesetz geschultes und zugelassenes Fachunternehmen zu beauftragen.

Wie zum Beispiel die Kampfmittelbergung Lüneburg GmbH. Am Telefon bestätigt uns die Firma, dass sie am Hoffmeyer-Carée Sondierungen durchführt. Von gefundenen Bomben gäbe es bislang nichts zu berichten.

Der Grund für die Anwesenheit der Kampfmittelbergung in der Wüste ist also schlicht: Sie müssen hier sein. Erst nachdem das Unternehmen die Kampfmittelfreigabe für den Bereich erteilt hat, kann der Bau beginnen. Die Kosten für die Sondierung trägt die Baufirma, hier also die Lani Immobilien GmbH. Sollten tatsächlich Kampfmittel gefunden werden, übernimmt die Stadt die Kosten für die Beseitigung.

Auch an anderer Stelle war die Kampfmittelbergung Lüneburg GmbH schon in Osnabrück aktiv. Die Firma mit Hauptsitz in Bienenbüttel im niedersächsischen Landkreis Uelzen sondierte das in Entstehung befindliche Lokviertel. Hier haben die Überreste der früheren Nutzung des Gebiets, wie etwa alte Gleisteile oder Schotter, die Arbeit erschwert, teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

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