Bremen  Großeinsatz zum Nordderby in Bremen: Polizei bereitet sich auf Hochrisikospiel gegen den HSV vor

Melanie Hohmann
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Von Melanie Hohmann
| 15.04.2026 15:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Großeinsatz am Weserstadion: Die Polizei sichert das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV mit Kräften aus mehreren Bundesländern ab. Foto: imago images / Kirchner-Media / Inderlied
Großeinsatz am Weserstadion: Die Polizei sichert das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV mit Kräften aus mehreren Bundesländern ab. Foto: imago images / Kirchner-Media / Inderlied
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Wenn am Samstag der SV Werder Bremen den Hamburger SV zum Nordderby empfängt, herrscht im Viertel Ausnahmezustand. Die Polizei rechnet mit einem vollen Haus und kündigt umfangreiche Sperrungen rund um das Weserstadion an.

Ein sportlicher Klassiker sorgt für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in der Hansestadt. Weil das Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV am Samstag, 18. April, um 15.30 Uhr im Weserstadion aufgrund vergangener Erfahrungen als Spiel mit erhöhtem Risiko eingestuft ist, plant die Polizei Bremen einen Großeinsatz. Wie die Beamten mitteilen, wird die lokale Behörde dabei von Einsatzkräften aus Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen sowie von der Bundespolizei unterstützt.

Für die Werder-Fans ergeben sich dadurch konkrete Einschränkungen bei der Anreise. Der Weg am Weserufer wird an diesem Nachmittag etwa ab der Sankt-Jürgen-Straße bis zum Stadion für Werder-Anhänger gesperrt. Die Polizei lässt in diesem Bereich Absperrgitter aufstellen und wird die Maßnahmen vor Ort begleiten. Heimfans werden gebeten, diese Bereiche zu meiden und für den Weg zum Stadion mehr Zeit einzuplanen.

Zusätzlich greift das übliche Verkehrskonzept der Stadt: Der Osterdeich wird zwischen Sielwall und Stader Straße für den Individualverkehr etwa zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn sowie rund eine Stunde nach dem Abpfiff gesperrt. Da am Stadion und in der direkten Umgebung keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt die Polizei dringend die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs oder des Park-and-Ride-Services.

Aufgrund der hohen Zahl anreisender Gästefans kann es laut Bericht der Polizei zudem im Bereich des Hauptbahnhofs und auf den Wegen zum Stadion zu Verkehrsbehinderungen kommen. Auch kurzfristige Straßensperrungen im gesamten Innenstadtbereich und im Stadionumfeld sind möglich. Die Beamten warnen zudem vor einer Häufung von Autoaufbrüchen im Umfeld des Spiels und raten Autofahrern, keine Wertgegenstände in den Fahrzeugen zu lassen.

Die Polizei setzt für den Einsatztag auf ein Deeskalationskonzept und appelliert an die Anhänger beider Vereine, friedlich zu bleiben. Gegen Gewalttäter wolle die Behörde konsequent vorgehen.

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