Billie Jean King Cup Nächster Abstieg: Debakel für deutsche Tennisspielerinnen

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Von dpa
| 11.04.2026 19:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Cheftrainer Torben Beltz erlebte mit der DTB-Auswahl ein Debakel. (Archivbild) Foto: Frank Molter
Cheftrainer Torben Beltz erlebte mit der DTB-Auswahl ein Debakel. (Archivbild) Foto: Frank Molter
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Eigentlich wollten Deutschlands Tennisspielerinnen so schnell wie möglich zurück in die Weltgruppe des Billie Jean King Cup. Stattdessen steht nun der nächste Abstieg fest.

Die deutschen Tennisspielerinnen haben im Billie Jean King Cup ein Debakel erlebt und müssen den nächsten Abstieg verkraften. Anstatt die direkte Rückkehr in die Weltgruppe zu schaffen, muss die DTB-Auswahl nach einem desolaten Auftritt in Oeiras bei Lissabon in die Regionalgruppe II runter. Im entscheidenden Relegationsspiel unterlag das Team von Cheftrainer Torben Beltz Litauen dramatisch mit 1:2. Erst vor einigen Monaten war das Team aus der Weltgruppe des Wettbewerbs abgestiegen.

„Es sind alle sehr niedergeschlagen, sehr traurig. Es haben alle natürlich gehofft, dass das anders ausgeht hier“, sagte Beltz der Deutschen Presse-Agentur. Dass bewusst auf erfahrene Spielerinnen wie Laura Siegemund oder Tatjana Maria verzichtet wurde, sah der Coach nicht als Grund für den Abstieg. „Die, die hier waren, waren die Richtigen“, sagte Beltz mit Blick auf sein junges und unerfahrenes Team, schloss eine Rückkehr von Siegemund oder Maria aber nicht aus. „Wie wir jetzt weitermachen, werden wir in den nächsten Tagen sehen. Das ist jetzt noch zu früh.“

Dabei war es trotz starken Windes gegen Litauen gut losgegangen. Noma Noha Akugue hatte das erste Einzel gegen Andre Lukosiute 6:4, 6:4 für sich entschieden. Nach einem schwachen Auftritt verlor Ella Seidel ihre Partie danach gegen Justina Mikulskyte allerdings mit 6:1, 3:6, 2:6. Im entscheidenden Doppel unterlagen Akugue/Nastasja Schunk schließlich Lukosiute/Mikulskyte mit 7:5, 3:6, 8:10. Der dritte Satz war im Tiebreak ausgetragen worden. Ohne die angeschlagen fehlende Topspielerin Eva Lys steht damit der nächste Absturz fest.

Ohne Lys und erfahrene Spielerinnen

Dabei hätte beim Turnier in Portugal eigentlich der Grundstein für die direkte Rückkehr in die Weltgruppe gelegt werden sollen. Zuvor hatte es in der Vorrunde zwei 1:2-Niederlagen gegen Portugal und Schweden gegeben. Die Chance auf den Gruppensieg und eine schnelle Rückkehr in die Weltgruppe war damit verspielt. Daran änderte auch der abschließende Erfolg gegen Dänemark (3:0) nichts mehr.

Zwar fehlte Lys dem Team in dieser Woche spürbar, weil sie angeschlagen war.  Trotzdem kamen die Niederlagen gegen die schwächer eingeschätzten Portugiesinnen, Schwedinnen und Litauerinnen überraschend.

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