Krieg in der Ukraine Ukraine beklagt Hunderte Verstöße gegen Osterwaffenruhe

dpa
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Von dpa
| 11.04.2026 04:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Osterwaffenruhe in der Ukraine ist nach Angaben des Generalstabs des Landes bereits Hunderte Male gebrochen worden. (Archivbild) Foto: George Ivanchenko/AP/dpa
Die Osterwaffenruhe in der Ukraine ist nach Angaben des Generalstabs des Landes bereits Hunderte Male gebrochen worden. (Archivbild) Foto: George Ivanchenko/AP/dpa
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Seit Samstagnachmittag gilt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest. Beide Seiten beklagen Verstöße, die meisten aber führt Kiew auf.

Die Ukraine hat Russland Hunderte Verstöße gegen die von Kremlchef Wladimir Putin selbst angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest vorgeworfen. Der ukrainische Generalstab in Kiew teilte am Abend mit, dass er 469 Verletzungen der Waffenruhe registriert habe. Es habe nicht nur Hunderte Angriffe mit Drohnen gegeben, sondern auch 153 Fälle von Beschuss und 22 Erstürmungen. Eine offizielle Aufkündigung der Waffenruhe, die 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten soll, gab es aber demnach nicht.

Eine russische Reaktion auf die ukrainischen Vorwürfe lag zunächst nicht vor. Die Stadtverwaltung in der von Russland kontrollierten Stadt Nowa Kachowka im südukrainischen Gebiet Cherson beklagte allerdings bereits kurz nach Beginn der Waffenruhe Drohnenangriffe und mindestens einen Verletzten. 

Putin hatte die Waffenruhe angeordnet, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine das orthodoxe Osterfest feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.

Die Ukraine und Russland hatten jeweils angekündigt, auf Beschuss des Gegners zu reagieren. Von solchen Reaktionen war aber in den offiziellen Mitteilungen zunächst keine Rede. Bereits in der Vergangenheit hatten sich die Kriegsparteien bei zeitlich begrenzten Feuerpausen immer wieder massenhafte Verstöße gegen die Vereinbarungen vorgeworfen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

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