Bremen Nach Schüssen in Bremen: Polizei fahndet öffentlich nach zwei Tätern
Nach insgesamt fünf Schießereien in Bremen konnte die Sonderkommission „Fokus“ nun zwei Tatverdächtige identifizieren. Die Polizei Bremen fahndet nach den Männern und veröffentlicht Namen und Fotos.
Nach den Schusswaffenvorfällen in den vergangenen Wochen in Bremen haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft nun zwei Tatverdächtige identifiziert. Nach ihnen wird nun öffentlich mit Namen und Fotos gefahndet.
Wie die Polizei Bremen mitteilt, stehen die zwei Männer in dringendem Verdacht, an den Schießereien in Walle, in der Neustadt und in Obervieland beteiligt gewesen zu sein.Die Identifizierung sei das Ergebnis intensiver, rund um die Uhr geführter Ermittlungen der Sonderkommission (Soko) „Fokus“. Beide sind derzeit flüchtig, nach ihnen wird mit Hochdruck gefahndet.
Bei den Gesuchten handelt es sich laut Polizei Bremen um den 35-jährigen Osman Sönmez sowie den 39 Jahre alten Ferhat Kocakelci. Sönmez soll etwa 1,80 Meter groß sein, rund 90 Kilogramm wiegen, dunkle Haare haben und wiederholt sein äußeres Erscheinungsbild verändern. Kocakelci sei etwa 1,69 Meter groß, hat schwarze, schüttere Haare und trug zuletzt einen Vollbart. Auf der Internetseite www.presseportal.de hat die Polizei Bremen Fotos der Tatverdächtigen veröffentlicht.
Die Polizei Bremen warnt: Beide Männer gelten als gefährlich. Wer sie sieht, sollte die Tatverdächtigen nicht ansprechen, sondern umgehend den Notruf 110 wählen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten zudem die Bevölkerung um Mithilfe: Wer Hinweise zum Aufenthaltsort der Gesuchten geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421 3623888 zu melden.
Die Ermittlungen der Soko „Fokus“ zur vollständigen Aufklärung der Taten und möglicher weiterer Hintergründe dauern derweil an, teilte die Polizei mit. Insgesamt gab es fünf Fälle mit Schusswaffen im März.Am 1. März waren über den Notruf in der Überseestadt Schüsse an der Konsul-Schmidt-Straße gemeldet worden. Die Beamten fanden vor Ort einen 43-Jährigen, der mehrere Schusswunden in den beiden Beinen aufwies. Nur wenige Stunden später ereignete sich ein weiterer Vorfall an der Kornstraße in der Bremer Neustadt. Ein 42-jähriger Mann mit einer Schusswunde im Fuß wurde von den Beamten in der Nähe eines Lokals vorgefunden.
Am 17. März kam es zu tödlichen Schüssen in der Neustadt. Im Verlauf eines Konflikts an der Kornstraße kam es zum Einsatz einer Waffe. Etwas später wurde ein 32-Jähriger mit mehreren Schusswunden in ein Krankenhaus gebracht, wo der Schwerverletzte trotz medizinischer Hilfe kurze Zeit später verstarb. Am 28. März kam es erneut zu Schüssen in der Bremer Neustadt. Am Morgen des 31. März wurde im Bremer Ortsteil Kattenturm ein 60 Jahre alter Mann durch eine Schusswaffe schwer verletzt.Zeugen meldeten Schüsse im Bereich der Straße Arstendamm, die Einsatzkräfte fanden den Mann mit Schusswunden in den Beinen.