Osnabrück David Kopacz vom VfL Osnabrück: So hohe Trainingsqualität habe ich bisher selten erlebt
Der siebte Sieg in Serie bringt den VfL Osnabrück noch näher an das ersehnte Ziel Aufstieg: Nach dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 ordnen die Protagonisten die Lage vor dem Topspiel am Dienstag beim MSV Duisburg ein.
Jermaine Jones, Trainer FC Schweinfurt: Wir haben uns das heute etwas anderes vorgenommen, wir wussten aber, dass es nicht einfach wird. Glückwunsch an Osnabrück zu einem fast perfekten Spiel. Wir sind heute auf eine Mannschaft getroffen, die einfach zu erfahren gespielt hat. Die sich auch immer wieder leicht zurückgezogen hat, so dass wir gedacht haben, okay, wir können in der ein oder anderen Situation zustechen. Wir haben dann aber Fehler gemacht. das wurde sofort bestraft. Wir haben heute Lehrgeld gezahlt. Aber wir wissen auch, dass wir als Schweinfurt nicht mit Osnabrück messen. Wir haben andere Vereine in der Liga, mit denen wir das machen müssen. Der VfL war heute der klare Gewinner und hat zu Recht die drei Punkte hier behalten.
Timo Schultz, Trainer des VfL Osnabrück: Danke erstmal für die Glückwünsche. Wir haben von der ersten Minute an, ein sehr dominantes Spiel gemacht. Auch wenn wir nicht im Ballbesitz waren hatten wir gut die Kontrolle. Wir müssen uns eigentlich nur vorwerfen lassen, dass wir nicht schon nach 30 Sekunden bis zur 10. Minute das 1:0 gemacht haben. Wir wussten, Schweinfurt tritt in den vergangenen Wochen schon mutiger auf und hatte ein paar Achtungserfolge feiern können. Dementsprechend ist man immer auf der Hut. So richtig beruhigt war ich eigentlich erst nach dem 3:0. Wir haben es aber gut wegverteidigt, Mit dem 4:0 haben wir uns dann belohnt. Das war ein gelungener Nachmittag auch für unsere Fans, die auch schon in der Hinrunde, als es zuhause noch nicht so gut lief, hinter uns gestanden haben. Es war ein guter Start in die englische Woche - wieder drei Punkte mehr. Jetzt geht es volle Kraft voraus auf Dienstag.
Lars Kehl, Torschütze zum 2:0: Der Sieg war auch in der Höhe völlig verdient - er hätte sogar höher ausfallen können, weil wir ja noch ein paar Dinger hätten machen können. Allein ich hätte ja schon mit dem, ich glaube, zweiten Ballkontakt ein Tor machen können, wo ich den Ball nicht richtig treffe: Das muss ich mir nochmal anschauen, ob ich den sogar hätte annehmen können. Persönlich haben mich die vergebenen Chancen genervt, aber als Mannschaft habe ich immer das Gefühl gehabt, dass wir ein gutes Spiel machen und es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir treffen. Dass ich dann später auch noch ein Tor gemacht habe, sorgt dann dafür, dass ich heute Nacht gut schlafen kann.
David Kopacz, Vorlagengeber zum 3:0: Wenn wir die eine oder andere Situation besser ausspielen, können wir heute sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen - aber wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Solche Spiele sind nie einfach, denn diese Mannschaften geben auch bis zum Schluss alles und haben nichts mehr zu verlieren. Aber unser Spiel war stets intensiv, defensiv wie offensiv - wir haben mit jeder Minute den Druck erhöht, so war es eine Frage der Zeit, bis die Führung gelingt. Beim Spielzug zum 2:0 hat man gesehen, wie gut wir uns in der Offensive verstehen: Ich weiß, in welchen Raum Meise (Robin Meißner) kommt und er weiß, dass er mich sofort wieder mitnehmen kann. Basis für den aktuellen Erfolg ist denke ich unser großer Konkurrenzkampf im Team, dessen Auswirkungen ich ja auch vor ein paar Wochen noch gespürt habe, und die Tag für Tag hohe Trainingsqualität, die ich so bisher selten in meiner Karriere erlebt habe.
Niklas Wiemann, Torschütze zum 1:0: Wir hätten schon vor meinem Tor in Führung gehen müssen: Das war heute so ein Spiel, wo klar war, dass wir einfach unsere Leistung abrufen müssen, wo klar war, dass wir am Ende entscheiden, wie die Partie ausgeht. Was uns grundsätzlich am Ball schon die ganze Saison stark macht, ist das Prinzip Spielen und Gehen, was wir heute aufgrund des Gegners vielleicht sogar vermehrt durchs Zentrum gemacht haben. Hinten waren wir immer aufmerksam, auch das war wichtig: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Jonny (Lukas Jonsson) im Tor einen schweren Ball halten musste. Wenn wir führen, sind unsere Abläufe einfach schwer zu knacken.