Statistik für Ostfriesland Frühjahrsaufschwung mit Fußnote – Arbeitslosenzahlen sinken
In Ostfriesland ist die Zahl der Arbeitslosen im März gesunken. Die Agentur für Arbeit Emden-Leer lenkt zugleich den Blick auf den hohen Anteil junger Menschen ohne Berufsabschluss.
Ostfriesland - Auf dem ostfriesischen Arbeitsmarkt ist im März eine Frühjahrsbelebung sichtbar geworden. Das teilte die Agentur für Arbeit Emden-Leer mit.
Im März waren 17.456 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 1.083 Personen beziehungsweise 5,8 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,8 Prozent.
Nach Angaben der Arbeitsagentur zeigte sich der Rückgang vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Als Hintergrund nennt die Agentur typische saisonale Effekte. Mit dem Beginn des Frühjahrs stellten viele Betriebe wieder Mitarbeitende ein, die zuvor nur kurzzeitig arbeitslos gemeldet waren, etwa im Bau, im Handwerk oder in saisonabhängigen Branchen.
Jugendarbeitslosigkeit im Fokus
Besonders im Blick steht laut Mitteilung die Jugendarbeitslosigkeit. In Ostfriesland waren 1.765 junge Menschen zwischen 15 und unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. 1.296 von ihnen, rund 73 Prozent, hatten keine abgeschlossene Berufsausbildung. Viele suchten Beschäftigung im Verkauf, in der Lagerwirtschaft, in Post- und Zustelllogistik sowie in der Lebensmittel- und Genussherstellung.
Sylvia Bannier, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Emden-Leer, sagte „Eine Berufsausbildung eröffnet langfristig deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und schützt wirksam vor Arbeitslosigkeit.“ Unternehmen, die noch Ausbildungsplätze anbieten, sollten diese bei der Agentur für Arbeit melden.
Auch beim Stellenmarkt gab es Bewegung. 663 neue Arbeitsstellen wurden gemeldet, 65 mehr als im Februar. Insgesamt waren im März 2.637 freie Arbeitsstellen im Bestand.