Osnabrück  Bau- und Trainingsstart: Beim VfL Osnabrück herrscht Hochbetrieb

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 31.03.2026 15:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Fenster sind auch schon drin: Die ersten Fertig-Betonwände für das neue Funktionsgebäude am Schinkelberg stehen bereit zur Montage. Foto: Jörn Martens
Fenster sind auch schon drin: Die ersten Fertig-Betonwände für das neue Funktionsgebäude am Schinkelberg stehen bereit zur Montage. Foto: Jörn Martens
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Nach dem langen freien Wochenende war am Dienstag viel los beim VfL Osnabrück: Während sich die Mannschaft auf dem Trainingsplatz auf den Endspurt in der 3. Liga vorbereitet, geht der Bau des Funktionsgebäudes für das neue Trainingszentrum in die nächste Phase.

Joe Enochs und Daniel Latkowski ist beim VfL Osnabrück eigentlich das Duo, das sportlich die Fäden in der Hand hält: Kaderplanung, Scouting, Gespräche mit Trainern und Spielern gehören zu ihrem Aufgabengebiet. Am Dienstagvormittag aber mussten der Direktor Fußball und der Technische Direktor kurz auf anderem Terrain ran. Die Einfahrt zum Trainingsgelände am Schinkelberg ist eng - und gerade rollte ein Lkw mit einem der ersten Betonfertigteile für das künftige Funktionsgebäude des neuen Trainingszentrums an.

Weil aber einige Spieler vor der parallel laufenden ersten Trainingseinheit der Woche auf dem kleinen Parkplatz vor der Einfahrt zur Baustelle parkten, mussten die Autos entfernt werden. Also schnappten sich Enochs, Latkowski und Physiotherapeut Lennart Bartling kurz die Schlüssel der im Weg stehenden Fahrzeuge und gaben den Parkservice für die Profis, die sich auf dem Platz aufwärmten.

Fast planmäßig beginnen damit nun die Hochbauarbeiten für das neue Funktionsgebäude am Schinkelberg, das ab Januar 2027 die Heimat für die Profimannschaft und die gesamte Geschäftsstelle sein soll. Seit dem Spatenstich am 20. Januar ist das große Fundament für das dreigeschossige Gebäude errichtet worden. Am Montag sollte es dem Plan zufolge mit der Installation der Betonwände weitergehen - der Start verzögert sich nun um zwei Tage, am Mittwoch sollen die ersten Elemente dann auch fest montiert werden.

Ab jetzt aber geht es schnell: In etwa 20 Tagen soll der Rohbau, mindestens mal die Außenhülle des Gebäudes, dann weitestgehend fertig sein. Ab Ende April steht also dort, wo früher ein Ascheplatz für Hobbykicker zur Verfügung stand, die neue Schaltzentrale des VfL Osnabrück. Auch wenn sie dann längst noch nicht bezugsfertig ist, kann ihre Errichtung durchaus als Signal gelten, dass sich im Verein einiges nach vorn entwickelt.

Und das soll nicht nur für die Infrastruktur gelten, sondern auch für den Sport. In diesem Sinne ging es nach einem langen freien Wochenende für die lila-weißen Profis auch wieder auf den Trainingsplatz. Viele Kicker hatten die vier Tage nach dem Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Donnerstag (2:2) für einen Kurzurlaub oder einen Trip zur Familie genutzt. So auch Trainer Timo Schultz, der erst einen Tag in der Wahlheimat Hamburg einlegte, bevor es nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste ging.

Nach dieser kurzen Auszeit geht es für Schultz und seine Mannschaft nun in den Endspurt der Saison - mit einem klaren Ziel vor Augen: dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Beim Auftakt in eben jene finale Saisonphase war Abwehrmann Robin Fabinski zurück auf dem Platz: Der 22-Jährige, der das letzte Spiel vor der Länderspielpause in Hoffenheim mit einer Bänderdehnung im Knie verpasste, machte am Dienstag das volle Programm mit. Als einziger Profi fehlte Stammtorwart Lukas Jonsson, der mit einem Magen-Darm-Infekt flachliegt. Ihn ersetzte U19-Keeper Felix Wessels, der am Ende mit seinem Team das Kleinfeldturnier sogar gewann.

„Wenn wir trainieren, machen wir das mit einhundert Prozent. Es gibt kein langsames Reinkommen oder einen lockeren Start“ sagte Schultz mit Blick auf die hohe Intensität in den 90 Trainingsminuten. „Die Jungs haben letzte Woche alle mindestens 90 Minuten gespielt und sich deshalb die freien Tage auch verdient. Jetzt haben wir aber vier Tage, um uns auf das Spiel gegen Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr) vorzubereiten und nur das zählt jetzt.“ Entsprechend herrscht beim VfL seit Dienstag (wieder) Hochbetrieb - auf und neben dem Platz.

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