Bremen Wiederbelebung auf dem Bahnsteig: 68-Jähriger erleidet Herzinfarkt im Bremer Hauptbahnhof
Am Bremer Hauptbahnhof haben Beamte der Bundespolizei einen Mann nach einem medizinischen Notfall wiederbelebt. Der Bahnsteig wurde geräumt, zwei Gleise waren für den Bahnverkehr vorübergehend gesperrt.
Der Beginn der Bremer Osterwiese ist am Freitagabend im Hauptbahnhof der Hansestadt von einem medizinischen Notfall überschattet worden. Ein 68-jähriger Mann, der auf dem Bahnsteig auf einen Zug wartete, erlitt nach aktuellem Ermittlungsstand einen Herzinfarkt. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bremen mit. Der Mann stürzte infolge des Notfalls, schlug mit dem Kopf auf, erlitt ein heftiges Nasenbluten und verlor das Bewusstsein.
Eine Gruppe der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) der Bundespolizei, die den Hauptbahnhof im Zuge eines Schwerpunkteinsatzes überwachte, befand sich den Angaben zufolge ganz in der Nähe am Treppenaufgang zum Bahnsteig. Andere Reisende riefen die Bundespolizisten, unter denen sich auch einer mit der Zusatzqualifikation Rettungshelfer befand, zu Hilfe.
Die herbeigeeilten Bundespolizisten begannen umgehend mit Herzdruckmassage und Beatmung. Auch ein Zivilfahnder der Bundespolizei, ebenfalls ausgebildeter Rettungshelfer, eilte hinzu. Die Beamten setzten mehrfach einen Defibrillator ein und hielten die Reanimationsmaßnahmen 20 Minuten lang aufrecht, bis Rettungsdienst und Notärztin die Versorgung des Patienten vor Ort übernahmen. Der Mann war zeitweise wieder ansprechbar, musste aber in noch lebensgefährlichem Zustand zur Weiterbehandlung in ein Bremer Klinikum transportiert werden.
Der Zugverkehr auf den Gleisen 7 und 8 war von 22.08 Uhr bis 22.59 Uhr wegen des Rettungseinsatzes gesperrt. Der Bahnsteig wurde geräumt und Sichtschutzelemente aufgebaut. Neben Bundespolizei und Rettungsdienst waren auch Feuerwehr und DB Sicherheit am Einsatz beteiligt.