Osnabrück Ferienbetreuung in Osnabrück: Wie Eltern künftig planen sollen
Bei den Ganztagsschulen in Osnabrück ist zurzeit einiges im Umbruch, insbesondere bei der Ferienbetreuung. Die Stadt hat ihre Pläne für das Prozedere rund um die Buchung des Ferienhorts jetzt noch mal angepasst an die Bedürfnisse berufstätiger Eltern. So ist der aktuelle Stand.
Osnabrück entkoppelt schrittweise den Nachmittagshort und die Ferienbetreuung an den Schulen voneinander. Noch im Februar 2026 hieß es aus dem Stadthaus, dass die Familien ab Januar 2027 anderthalb Jahre im Voraus ihre Ferienzeiten planen und Hortplätze bis zu den Sommerferien 2028 buchen müssten.
Doch jetzt haben die Verantwortlichen auf Bedenken reagiert, die unter anderem Mitglieder des Schulausschusses geäußert hatten. Denn wer hat schon einen Job, der eine so langfristige Planung möglich macht?
Nun soll es nach den angepassten Plänen der Verwaltung so laufen: Im Januar 2027 sollen die Schulen den Bedarf für die Ferienhortbetreuung in den Sommerferien, Herbstferien und an den Brückentagen im Herbst abfragen, kündigte Kerstin Schlüter, Leiterin des Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien, jetzt im Schulausschuss an.
Im Sommer soll dann eine weitere Abfrage für die Zeit von den Winter- über die Osterferien bis zu den Brückentagen im Frühjahr/Sommer erfolgen. Eltern müssen sich somit künftig nur für ein halbes Jahr im Voraus festlegen.
Die Schließzeiten der Horte sollen für das folgende Schuljahr fortan schon zum Jahresbeginn verkündet werden.
Bislang hatten Eltern, die den Nachmittagshort gebucht hatten, einen Ferienplatz automatisch sicher. Dazu reichte es auch aus, während des Schuljahres nur den Freitagshort zu buchen.
Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen dann Eltern aller Schüler den Ferienhort buchen können – voraussichtlich wochenweise. Betreut werden die Kinder vom Hortpersonal, das auch während des Schuljahres im Einsatz ist – allerdings dann nicht in ihrer sonst gewohnten Gruppenstruktur. Über die Vergabe der Plätze entscheiden die Einrichtungen.
Das Schuljahr 2026/27 wird ein Übergangsjahr und die Stadt will sich das Anmeldeverhalten anschauen. Die Heinrich-Schüren-Schule soll dabei Pilotschule werden.
Dass die Stadt Hort und Ferienhort Stück für Stück voneinander entkoppelt, hängt mit der Tatsache zusammen, dass der Osnabrücker Rat beschlossen hat, die Elternbeiträge für Krippe, Kindertagespflege und eben auch Hort ab August 2026 zu streichen. Der Hort wird dann nur noch in den Ferien kostenpflichtig sein.
Ab dem neuen Schuljahr 2026/27 tritt mit den neuen ersten Klassen für die Familien außerdem der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Kraft. Mit ihrem Osnabrücker Modell erfüllt die Stadt die Bedingungen dafür schon jetzt. Hier sind schon seit dem Schuljahr 2024/25 alle Grundschulen Ganztagsschulen.
Neben den kostenpflichtigen Ferienhorten gibt es weiterhin auch kostenpflichtige Betreuungsangebote von freien Trägern, wie Schlüter und ihr Team aus der Stadtverwaltung unermüdlich betonen, beispielsweise von Sportvereinen, der katholischen Familienbildungsstätte (Fabi) oder der Lega S Jugendhilfe mit ihren Angeboten am Lernstandort Nackte Mühle in Haste. Die allerdings lassen sich nicht alle so lange im Voraus buchen.