Hannover  Zentralrat der Juden kritisiert Linkspartei: „Bietet Judenhass ein Zuhause“

Jonas E. Koch
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Von Jonas E. Koch
| 18.03.2026 01:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden, kritisiert die niedersächsische Linkspartei scharf. Foto: dpa/ Moritz Frankenberg
Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden, kritisiert die niedersächsische Linkspartei scharf. Foto: dpa/ Moritz Frankenberg
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Der Zentralrat der Juden kritisiert den jüngsten Beschluss der niedersächsischen Linken mit dem Titel „Ablehnung des Zionismus“. Dieser vertreibe „jene Stimmen aus der Partei, die noch einen moralischen Kompass besitzen“.

Der Zentralrat der Juden kritisiert den jüngst gefassten Beschluss gegen „den heute real existierenden Zionismus“ der niedersächsischen Linkspartei. „Dem Judenhass, den sie in zahlreichen Lippenbekenntnissen von sich gewiesen hat, bietet die Linkspartei damit ein Zuhause“, sagte Präsident Josef Schuster unserer Redaktion.

Die „demonstrative Ablehnung“ des jüdischen Staates sei „ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes“, so Schuster gegenüber unserer Redaktion. „Jeder kann sehen: Der linke ‚Antizionismus‘ ist schlecht kaschierter Antisemitismus.“ Der Beschluss vertreibe „jene Stimmen aus der Partei, die noch einen moralischen Kompass besitzen“, kritisierte Schuster den Beschluss. Das zeige der Austritt des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner, ein stets entschlossener Verteidiger jüdischen Lebens.

Schuster warnte gegenüber unserer Redaktion, dass die Gewalt gegen jüdische Einrichtungen „unter dem Mantel des ‚Antizionismus‘“ weiter zunehme. Der Antrag der Linkspartei trage „zur rhetorischen Rechtfertigung dieser Gewalt“ bei. „Geht sie diesen Weg weiter, stellt sich die Linke an die Seite derjenigen, die eine solche Gewalt billigen oder gar unterstützen“, so der Präsident des Zentralrates der Juden.

Am vergangenen Wochenende hatte der niedersächsische Landesverband der Partei Die Linke einen Beschluss mit dem Titel „Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab“ verabschiedet. In dem Beschluss erklären die niedersächsischen Linken unter anderem, dass Israel ein Apartheidstaat sei, der einen Genozid im Gazastreifen begehe.

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