Osnabrück  „Führen Merz und Reiche uns in die Kostenfalle?“: Podiumsdiskussion in Osnabrück

Bernhard Brockhaus
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Von Bernhard Brockhaus
| 17.03.2026 17:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Welche Auswirkungen hat die Bundespolitik auf die Energiewende und Wärmeplanung in Osnabrück? Das wollen die Grünen Osnabrück mit Experten besprechen. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie
Welche Auswirkungen hat die Bundespolitik auf die Energiewende und Wärmeplanung in Osnabrück? Das wollen die Grünen Osnabrück mit Experten besprechen. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie
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Darüber, wie Heizen in Zukunft in Osnabrück organisiert wird – und vor allem bezahlbar bleibt – wollen die Osnabrücker Grünen mit Experten diskutieren.

Am Donnerstag, 19. März 2026, findet um 18.30 Uhr in der Katholischen Familien-Bildungsstätte an der Großen Rosenstraße 18 in Osnabrück eine Podiumsdiskussion zur Energiewende statt. Die Osnabrücker Grünen laden unter dem Titel „Führen Merz und Reiche uns in die Kostenfalle?“ zum Expertengespräch mit anschließendem Austausch ein.

Auf dem Podium werden laut einer Pressemitteilung der Grünen verschiedene Perspektiven abgebildet: Dorothea Ludwig soll als Expertin für Wärmeplanung ihre Expertise einbringen, während Ulrike Sensse als Otto-Normal-Besitzerin einer Wärmepumpe aus dem Alltag erzählt. Der Heizungs- und Sanitärunternehmer und ehemalige Präsident der Handwerkskammer Reiner Möhle werde aus Sicht der Fachunternehmen auf die Wärmeplanung schauen. Daniel Waschow, Vorstandsvorsitzender der SWO AG, könne dagegen aus dem Erfahrungsschatz der kommunalen Energieversorger berichten.

Die Veranstalter kritisieren die Energiepolitik von CDU und SPD auf Bundesebene scharf. In der Einladung heißt es, die Parteien wollten, „dass wir weiter mit Öl und Gas heizen und weiter auf Benzin und Diesel angewiesen sind“. Zugleich warnen sie vor einer „Kostenfalle von teurem Öl und Gas“. Die Regierung erzähle ein Märchen: „Bald strömen billiger Wasserstoff und ‚Grüngas‘ durch unsere Rohre.“ Grünes Gas und Wasserstoff stünden nach Ansicht der Grünen auf absehbare Zeit nicht in ausreichender Menge für viele Haushalte zur Verfügung und blieben deshalb zwangsläufig teuer.

Im Mittelpunkt des Abends stehen laut Einladung die Folgen der Berliner Pläne vor Ort in Osnabrück. Dabei gehe es um die kommunale Wärmeplanung, den Ausbau der Stadtwerke und die Frage, welche Heizsysteme Handwerksbetriebe ihren Kunden noch empfehlen können. Auch der Schutz vor steigenden Heizkosten für Verbraucher soll Thema sein.

Zum Abschluss stehen die Fachleute für individuelle Fragen zur Verfügung. Ziel sei es, Folgen der politischen Entscheidungen für die Region einzuordnen und praktische Orientierung zu geben.

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