Hannover  Linke hetzen gegen „Zionisten“ – das ist nicht links, sondern antisemitisch!

Jonas E. Koch
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Von Jonas E. Koch
| 17.03.2026 18:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Demonstration in Berlin: Teile der Linkspartei haben schon lange ein schwieriges Verhältnis zu Israel. Foto: IMAGO / Carsten Thesing
Demonstration in Berlin: Teile der Linkspartei haben schon lange ein schwieriges Verhältnis zu Israel. Foto: IMAGO / Carsten Thesing
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Die Linkspartei hatte schon immer ein schwieriges Verhältnis zu Israel, nun wird die antisemitische Haltung vieler in der niedersächsischen Landespartei für alle offensichtlich.

Dass nicht wenige Linke ihren blanken Israelhass hinter angeblicher Israelkritik verstecken, ist nichts Neues. Nun zeigt zumindest die niedersächsische Linkspartei ihr wahres Gesicht und positioniert sich auch offen antisemitisch. Der niedersächsische Landesverband sei nun der „erste antizionistische Landesverband von Die Linke“, freute sich einer der Antragssteller.

Auffällig ist: Die deutsche extreme Linke ist immer dann besonders engagiert, wenn Juden involviert sind. Die Rohingya in Myanmar beispielsweise werden von den Vereinten Nationen (UN) und zahlreichen Menschenrechtsorganisationen regelmäßig als eine der „am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt“ bezeichnet. Von Massenprotesten linker Wohlstandskommunisten aus dem Milieu der Linkspartei an deutschen Universitäten hört man dazu allerdings ebenso wenig wie zu ethnischen Säuberungen gegen die Tigray in Äthiopien oder der Banyamulenge im Kongo.

Und auch wenn es um das Leid der israelischen Bevölkerung geht, die seit Jahrzehnten den Raketenangriffen verschiedener Terrororganisationen ausgesetzt ist, ist die deutsche extreme Linke und die Linkspartei als ihr politischer Arm auffällig still – die moralischen Standards scheinen extrem flexibel zu sein.

Natürlich darf und muss man die israelische Politik kritisieren. Nicht nur in Palästina, auch der Angriff auf den Iran ist klar völkerrechtswidrig. Doch Zionismus ist kein koloniales Projekt, sondern die Idee, dass das jüdische Volk ein Recht auf Souveränität und Selbstbestimmung in seiner historischen Heimat hat. Und wer diesen jüdischen Staat „rassistisch“ nennt, dem geht es nicht um Kritik – sondern um blanken Antisemitismus.

Solche Beschlüsse zeigen, warum es den jüdischen Staat, den es ohne den nationalsozialistischen Völkermord wohl nie gegeben hätte, auch heute noch als Schutzraum jüdischen Lebens so dringend braucht.

Die Partei wehrt sich nach massiver Kritik nun gegen „missverständliche Darstellungen“ des Beschlusses. Den Titel „Ablehnung des Zionismus“ habe man aus technischen Gründen nicht mehr ändern können, der Beschluss beziehe sich aber „ausschließlich auf real existierende politische Ausprägungen des Zionismus“. Das ist nicht nur lächerlich, sondern auch pseudointellektuell. Judenhass bleibt Judenhass – auch, wenn man ihn halbherzig als verkappte „Israelkritik“ zu tarnen versucht.

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