Osnabrück VfL Osnabrück beantragt Lizenz für 3. Liga und 2. Bundesliga
Der VfL Osnabrück spielt in der kommenden Saison entweder in der 3. Fußball-Liga oder der 2. Bundesliga. Nun hat der Verein die Lizenzunterlagen für beide Spielklassen eingereicht, muss sich aber vor allem im Zweitliga-Szenario auf Bedingungen einstellen.
Vor ziemlich genau einem Jahr war für den VfL Osnabrück die Zugehörigkeit zur Regionalliga in der aktuell laufenden Saison ein realistisches Szenario. Deshalb beantragten die Lila-Weißen beim Norddeutschen Fußball-Verband die Lizenz für die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball - ohne sie letztlich in Anspruch nehmen zu müssen. In diesem Frühjahr beantragte der VfL erneut die Lizenz für zwei Ligen - diesmal aber mit einem deutlich angenehmeren Ausblick, denn ein Absturz in die Regionalliga ist rechnerisch inzwischen ausgeschlossen.
Fristgerecht zum 1., bzw. 2. März hat der Verein die Lizenzunterlagen für die 3. Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), aber auch für die 2. Bundesliga bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eingereicht. Denn die Osnabrücker sind Tabellenführer der 3. Liga und um einen möglichen Aufstieg dann auch in die Tat umzusetzen, muss die DFL prüfen, ob der Club finanziell und (infra-)strukturell den Rahmenbedingungen im Bundesliga-Unterhaus gewachsen ist.
Vor allem das Thema der Infrastruktur dürfte vom Ligaverband eingehend geprüft werden: Dass das Stadion an der Bremer Brücke und sein Umfeld nicht vollumfänglich zweitligatauglich sind, haben schon die vorherigen Lizenzierungsverfahren gezeigt. Der VfL bekam mit Blick auf die Infrastruktur im Zuge der letzten Aufstiege von der DFL immer wieder Auflagen oder Bedingungen gestellt: Dabei ging es etwa um den TV-Compound an der Scharnhorststraße. Für die gegebenen nicht-zweitligatauglichen baulichen Elemente wie den zu kleinen Abstand der Tribünen vom Rasen oder die aktuelle Nicht-Überdachung der Ostkurve dürfte es (abermals) Ausnahmegenehmigungen geben, weil die umfassende Sanierung des Stadions inzwischen beschlossen ist.
Die Sanierung der Spielstätte könnte allerdings im anstehenden Verfahren eine weitere Rolle spielen, auch wenn der genaue Zeitpunkt des Baustarts noch offen ist. So dürfte die DFL den VfL zur Nennung eines Ausweichspielortes auffordern, falls der dauerhafte Spielbetrieb während der Bauarbeiten nicht möglich ist. Eine Antwort auf die eingereichten Unterlagen wird Mitte bis Ende April erwartet.
Neben dem VfL haben einem Bericht von „liga3-online.de“ zufolge übrigens zwölf weitere Drittligisten auch eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt: Neben den Aufstiegskonkurrenten Energie Cottbus, Rot-Weiss Essen, den SC Verl, den MSV Duisburg, Hansa Rostock, 1860 München, Wehen Wiesbaden gehören auch Waldhof Mannheim, Alemannia Aachen, den FC Ingolstadt, der SSV Jahn Regensburg und der 1. FC Saarbrücken dazu.