Osnabrück  VfL-Spieler Kehl und Fabinski: Die einzigen, die uns aufhalten können, sind wir selbst

Benjamin Kraus, Malte Artmeier
|
Von Benjamin Kraus, Malte Artmeier
| 14.03.2026 17:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Bejubelte sein erstes Tor für den VfL Osnabrück beim 4:1 gegen Mannheim: Robin Fabinski. Foto: Michael Titgemeyer
Bejubelte sein erstes Tor für den VfL Osnabrück beim 4:1 gegen Mannheim: Robin Fabinski. Foto: Michael Titgemeyer
Artikel teilen:

Sehr zufrieden waren die Protagonisten des VfL Osnabrück nach dem 4:1-Heimsieg gegen Waldhof Mannheim. Während Robin Fabinski sich über sein erstes Tor in lila-weiß freute, war Lars Kehl glücklich über seine drei Vorlagen. Nur eines nervte beide Spieler...

Robin Fabinski (VfL-Verteidiger und Torschütze zum 4:0): Nur wir selber können uns noch aufhalten. Wir wissen, dass wir jede Mannschaft in der Liga schlagen können. Man sieht Woche für Woche, dass es brutal schwer ist, gegen uns zu spielen, wenn wir unsere Aufgaben machen. Das haben wir heute wieder gezeigt. Wir hatten 20 Minuten dabei, wo wir zu unsauber waren, Kleinigkeiten nicht gepasst haben und die Abstände zu groß waren. Das haben wir in der Pause angesprochen und danach verbessert. Die ganze Mannschaft hat danach einen tollen Job gemacht. Über mein erstes Tor für den VfL bin ich sehr erleichtert. Es ist eigentlich mein drittes, aber die ersten beiden wurden abgepfiffen. Ich widme es ,Kammer’ (Patrick Kammerbauer) und Theo (Janotta), weil wir vor dem Spiel drüber gesprochen hatten. Das Gegentor nervt schon. Ich schaue es mir nochmal an, weil ich wissen will ob es Abseits war oder wir nicht auf der Höhe waren. Das sind Kleinigkeiten, die noch besser werden müssen. Wir spielen 90 Minuten mit Nachspielzeit und solche Dinge können in entscheidenden Spielen am Ende wichtig sein. Nächste Woche gegen Hoffenheim haben wir noch eine Rechnung offen, wollen aber den Flow mitnehmen und den sechsten Sieg in Folge holen.

Lars Kehl (dreifacher Vorlagengeber beim VfL): Es war ein fast perfekter Tag. Das Gegentor macht es etwas kaputt und mit der ersten Hälfte waren wir auch nicht ganz so zufrieden. Aber wir gehen wieder in Führung und machen es in der zweiten Hälfte dann gut, spielen unsere Konter eiskalt aus. Es war wieder eine reife Leistung. Man hat langsam das Gefühl, dass wir die einzigen sind, die uns aufhalten können. Aber wir müssen Woche für Woche weitermachen. Es fühlt sich richtig gut an. Einen solchen Flow habe ich so extrem auch noch nie erlebt. Das hilft auch in so Phasen, wie in der ersten Halbzeit. Das ist das Vertrauen in uns, dass jeder auf dem Feld weiß, dass man diese Zeit nur überstehen muss. Dann ist in der Pause Neustart angesagt. Das haben wir heute gut hinbekommen. Bei meiner Chance ganz am Anfang weiß ich auch nicht, was los war. Ich wollte wohl heute kein Tor schießen, sondern nur Assists sammeln. Am Ende ist ja alles gut gegangen.

Timo Schultz (Trainer des VfL): Ich habe auch eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen - wobei wir nach 60 Sekunden in Führung gehen können. Aber trotzdem haben wir es ja geschafft, in beiden Halbzeiten ein frühes Tor zu schießen. Vor der Pause hatte Mannheim schon ein paar Strafraumaktionen, da hatten wir eine etwas schwierigere Phase. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann schöne klare Aktionen und haben deshalb noch ein paar Tore geschossen - und ganz am Ende auch noch einen reinbekommen. Für Robin Fabinski freut mich das Tor: Er hatte ja schon mehrmals gejubelt, ist aber bisher immer zurückgepfiffen worden. Ich beurteile ihn nach seiner Kernkompetenz des Verteidigens, das hat er heute wieder sehr gut gelöst - aber bei seinen bisherigen Klubs hatte er bessere Trefferstatistiken als hier bis jetzt, insofern ist das Tor vielleicht ein guter Anfang gewesen.

Luc Holtz (Mannheimer Coach): Glückwunsch an den VfL Osnabrück: Der Sieg über die 90 Minuten ist verdient. In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar ganz gute Aktionen nach vorn, waren aber im letzten Drittel nicht zielstrebig genug. In der zweiten Halbzeit waren wir hauptsächlich gegen den Ball beschäftigt - aber haben es dieser reifen Mannschaft von Osnabrück bei den Toren dann auch zu einfach gemacht.

Ähnliche Artikel