Osnabrück  Sporthalle zeitweise nicht nutzbar: Osnabrück plant Neubau für Drei-Religionen-Schule

Janis Sophie Grosser
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Von Janis Sophie Grosser
| 16.03.2026 11:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Sporthalle an der Drei-Religionen-Schule in Osnabrück ist abgängig. In der städtischen Sanierungsliste ist sie nun weit nach oben gerutscht. Foto: Tobias Saalschmidt
Die Sporthalle an der Drei-Religionen-Schule in Osnabrück ist abgängig. In der städtischen Sanierungsliste ist sie nun weit nach oben gerutscht. Foto: Tobias Saalschmidt
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Die Sporthalle der Drei-Religionen-Schule in Osnabrück ist 60 Jahre alt – und ein Sanierungsfall. Als im Januar Schnee auf dem Dach lag, gab es Bedenken wegen der Tragfähigkeit. Nun plant die Stadt einen Neubau.

Die Stadt Osnabrück nimmt die Sanierung der nächsten Schul-Sporthalle für mehrere Millionen Euro in Angriff. Anfang des Jahres musste die Sporthalle der Drei-Religionen-Schule kurzzeitig gesperrt werden. Die Stadt will nun die Planung für einen Neubau der Halle in Auftrag geben.

Auslöser waren Ergebnisse einer laut Stadtverwaltung routinemäßigen statischen Überprüfung der Dachkonstruktion durch ein Ingenieurbüro. Dabei lag Schnee auf dem Dach und es kamen Zweifel an der Tragfähigkeit auf. Aus Sicherheitsgründen musste die Sporthalle zeitweise gesperrt werden, schildert die Verwaltung in einer Beschlussvorlage für den Stadtrat. Sie darf nun bei Schneelast nicht mehr genutzt werden und soll häufiger überprüft werden.

Doch das Dach ist nicht das einzige Problem. Nach Angaben der Verwaltung weist das Gebäude aus dem Jahr 1966 inzwischen zahlreiche bauliche Mängel auf. Neben der Dachkonstruktion gelten auch die Gebäudehülle, der Sportboden sowie Teile der Innenausstattung und der Haustechnik als stark sanierungsbedürftig. Im Keller dringt Feuchtigkeit ein.

Angesichts dieses umfangreichen Sanierungsbedarfs hält die Verwaltung einen Neubau für wirtschaftlicher als eine umfassende Instandsetzung der bestehenden Halle. In der städtischen Prioritätenliste der Sporthallen-Sanierungen rutschte das Gebäude jetzt „aufgrund der aktuellen statischen Beurteilung und der Einschränkungen und Unsicherheiten im Schulbetrieb“ nach oben, wie die Verwaltung schildert.

„Aufgrund des Zustands unserer Halle würden wir uns natürlich sehr über einen Neubau freuen, da sie wirklich in die Jahre gekommen ist – gern auch wieder hier direkt an unserem Schulgelände, um den Kindern ein breites Sport- und Bewegungsangebot machen zu können“, sagt Birgit Jöring, Schulleiterin der Drei-Religionen-Schule, auf noz-Anfrage.

Geplant ist eine Einfeldsporthalle, die vor allem für den schulischen Sportunterricht genutzt werden soll, schreibt die Verwaltung. Eine größere Halle komme wegen der begrenzten Fläche auf dem Schulgelände an der Süsterstraße nicht infrage.

Zunächst soll eine Entwurfsplanung mit detaillierter Kostenrechnung erstellt werden. Dafür veranschlagt die Stadt Planungskosten von rund 396.000 Euro. Der Schul- und Sportausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung bereits dafür, das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner März-Sitzung.

„Das ist der letzte Punkt der Schule, der noch nicht saniert ist“, äußerte sich CDU-Ratsmitglied Brigitte Neumann in der Sitzung des Ausschusses. „Es ist nur zu begrüßen, dass der Standort damit auch wirklich zukunftssicher ist.“

Die Stadt schätzt die Baukosten für eine neue Sporthalle derzeit auf etwa 4,7 Millionen Euro. Für den Abriss der bestehenden Halle könnten zusätzlich rund 200.000 Euro anfallen.

An den Kosten beteiligt sich auch die Schulstiftung des Bistums Osnabrück als Schulträgerin, die laut Stadtverwaltung ein Drittel der Ausgaben tragen soll. Erst nach Abschluss der Planungen soll endgültig entschieden werden, ob und wann die neue Sporthalle tatsächlich gebaut wird.

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