Geplante Investitionen Dafür gibt die Samtgemeinde Brookmerland Geld aus
18,5 Millionen Euro will die Samtgemeinde Brookmerland in diesem und im kommenden Jahr investieren. Eine bisher geheime Liste der Verwaltung zeigt, wofür welche Beträge eingeplant sind.
Brookmerland - 9,1 Millionen Euro in diesem und weitere 9,4 Millionen Euro im kommenden Jahr will die Samtgemeinde Brookmerland investieren. Erneut wird ein Großteil davon auf Pump finanziert. 8,5 Millionen Euro in diesem Jahr und zusätzliche 9,2 Millionen Euro im Jahr 2027 müsse die Samtgemeinde an Krediten aufnehmen, um die geplanten Projekte verwirklichen zu können, berichtete Luca Zuther, Mitarbeiter der Kämmerei, am Dienstag in der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses in Marienhafe.
Schuldenstand steigt
Die neuen Kredite treiben die Verbindlichkeiten der Samtgemeinde weiter in die Höhe. Einen genauen Schuldenstand teilte die Verwaltung bisher nicht mit. Auch nicht, wofür genau auf ihren Vorschlag hin in den kommenden beiden Jahren Geld ausgegeben werden soll. Laut einer Auflistung, die Ratsmitglieder erst nach der Sitzung erhielten und die auch dieser Redaktion vorliegt, sind unter anderem folgende Investitionen vorgesehen.
Insgesamt 2,5 Millionen Euro sind für die neue zentrale Sportstätte in Marienhafe eingeplant, 4,5 Millionen Euro für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses Ost in Osterupgant. Ausgebaut werden sollen Straßen in den Baugebieten Biesterfeldweg in Wirdum (410.000 Euro), Kleeweg in Osteel (445.000) und Sikahammer Fenne in Upgant-Schott (650.000).
Für 100.000 Euro will die Samtgemeinde vorhandene Photovoltaikanlagen der Bürgerenergiegenossenschaft übernehmen. Eine halbe Million Euro steht für den Kauf eines weiteren Löschfahrzeugs vom Typ LF 20 bereit und für neue Tagesuniformen für die Feuerwehr sind 130.000 Euro angesetzt.
Neue Heizungen für Grundschulen
Neue Heizungen sollen die Grundschulen in Rechtsupweg und Osteel für je 20.000 Euro sowie die IGS Marienhafe für 260.000 Euro erhalten.
Für eine Viertelmillion Euro sollen Ausgleichsflächen gekauft werden und je 70.000 Euro sind für die Erschließung neuer Baugebiete in Leezdorf und Rechtsupweg eingeplant.
Die Kläranlage in Marienhafe benötigt neue Technik für 300.000 Euro und die Bücherei der IGS Marienhafe soll für 220.000 Euro saniert werden. Außerdem soll die Schule eine neue Toranlage für 10.000 Euro und neue EdV für 35.000 Euro erhalten.
An der Grundschule Rechtsupweg soll ein Werkraum für 15.000 Euro eingerichtet werden und an der Grundschule in Upgant-Schott müssen die Sporthalle und der Verwaltungstrakt erneuert werden, wofür 420.000 Euro vorgesehen sind.
Auch der Bauhof wird in dem Verwaltungsvorschlag bedacht: 15.000 Euro für einen Fahrzeugunterstand, 60.000 Euro für ein neues Salzsilo und weitere 50.000 Euro für einen Recyclingplatz sind vorgemerkt.
Geld für Sanierungvon Straßen
Auch für Sanierung von Straßen soll Geld in die Hand genommen werden. 1,7 Millionen Euro für den Reithammer Weg in Osteel, 420.000 Euro für den Ruger Weg und den Runjeweg in Rechtsupweg, 45.000 Euro für den Sträkweg in Leezdorf sowie 20.000 Euro zur Erneuerung von Fußwegen an der Kirchstraße und Rosenstraße in Marienhafe.
Für die Sanierung der Brücken Meer Aland und Marienhof in Wirdum sind 160.000 und 110.000 Euro reserviert.
Gelistet sind auch der Eetsweg in Upgant-Schott, der Torfweg in Leezdorf und der Ihlingswarf in Upgant-Schott. Allerdings wurden diesen Straßen keine Summen zugeordnet.
Ebenfalls bisher kein Geld vorgesehen ist für die Sanierung Störtebeker-Wohnanlage (früher: Awo) in Marienhafe, deren Wohnungen nach früheren Ankündigungen nach und nach renoviert werden sollten.
Geplante Einnahmen
Einnahmen erhofft sich die Samtgemeinde aus dem Verkauf von Grundstücken an der Andreas-Baumann-Straße (Teilfläche des Spielplatzes) in Höhe von 60.000 Euro, eines vor Jahren zur Flüchtlingsunterbringung erworbenen Wohnhauses am Hingstlandsweg in Marienhafe (120.000 Euro) und des Grundstücks Seeberg in Rechtsupweg (240.000 Euro).