Osnabrück Start-up BLACKPIN_IoT aus Osnabrück: Sensor-Bettmatte gegen den Pflegenotstand
Das Osnabrücker Start-up BLACKPIN_IoT setzt auf die Vernetzung von Mensch und Maschine, um Pflegekräfte zu entlasten: Das Produkt ist eine KI-gestützte Sensor-Bettmatte zur Dekubitusprävention. Mehr dazu im Steckbrief.
Stadt und Landkreis Osnabrück sowie das Emsland haben es auf die bundesweite Start-up-Landkarte geschafft. Doch was sind das für Firmen, die es in eines der vielen Accelerator-Programme der Osnabrücker Start-up-Zentren Seedhouse, Osnabrück Healthcare Accelerator und Co. zieht? Oder die, die Hasestadt so für sich als Standort entdecken? In einer losen Serie stellen Start-ups sich per Steckbrief vor.
Frage: Firmenname:
Antwort: BLACKPIN_IoT
Frage: Gründungsjahr:
Antwort: 2024
Frage: Gründer:
Antwort: Sandra Jörg (CEO), Regine Haschka-Helmer, Oliver Hafner, Norbert Mittwollen
Frage: Diese drei Dinge machen uns besonders:
Frage: Das Konzept:
Antwort: Unsere smarte Sensor-Bettmatte mit KI-gestützter Lagerungserkennung zur Dekubitusprävention behält Patienten rund um die Uhr sicher im Blick. Sie leitet Handlungsempfehlungen für Pflegekräfte und Angehörige ab – inklusive automatisierter Dokumentation.
Frage: Wer das Produkt braucht:
Antwort: Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Krankenhäuser und Rehabilitationszentren sowie pflegebedürftige Menschen, die von Angehörigen zu Hause versorgt werden.
Frage: Die Idee ist uns gekommen, als …
Antwort: … wir uns mit unseren Kunden ausgetauscht haben, was in der Pflege revolutioniert werden sollte, um den Arbeitsalltag zu erleichtern und Kosten zu sparen.
Frage: Der wichtigste Meilenstein war …
Antwort: … als wir unsere Matte erstmals an den Messenger angebunden und Mensch und Maschine miteinander in einer Chatgruppe kommunizieren ließen. Und auch, als wir den „Schwarzen Löwen“, den baden-württembergischen Wirtschaftspreis, und im vergangenen Jahr das ESA-Förderprogramm gewonnen haben.
Frage: Wir wären fast gescheitert, als …
Antwort: … die Sensordaten zu Beginn nicht die gewünschten und erhofften detaillierten Ergebnisse geliefert haben.
Frage: Kickertisch oder Sofa – was darf im Büro nicht fehlen?
Antwort: Sofa – weil wir gerne nach Feierabend zusammensitzen.
Frage: Osnabrück ist der richtige Ort für uns, weil …
Antwort: … es geografisch ideal liegt, da wir in Deutschland gut verteilt sind – von Berlin über Hannover bis Aalen. Gleichzeitig schätzen wir die Start-up-Förderung und das Engagement der Osnabrücker Region.
Frage: Diese Tipps würden wir anderen Gründern geben:
Antwort: Habt Spaß an dem, was ihr tut. Sucht euch Mitarbeiter, Partner, Kunden und Investoren, die wirklich zu euch und euren Werten passen. Lebt das Prinzip „Fail Forward“ – das heißt, Fehler sind erlaubt, solange man daraus lernt. Und: „Done is better than perfect“, also schnell mit einem Prototypen herausgehen und am Markt mit der Zielgruppe weiterentwickeln.
Frage: Dieses Klischee über die Start-up-Szene stimmt wirklich (nicht):
Antwort: Dass wir chaotisch und unstrukturiert sind – Schnelligkeit und Agilität werden oft damit verwechselt. Natürlich gibt es Start-ups, die weniger klar strukturiert sind, aber alles braucht das richtige Maß.
Frage: Diese Fehler sollte man auf keinen Fall machen:
Antwort: Sich überorganisieren und so zu tun, als sei man ein Unternehmen mit 70 Mitarbeitenden, wenn man erst fünf hat. Das macht alles langsamer: Geschwindigkeit und Flexibilität sind der Vorteil kleiner Strukturen eines Start-ups.
Frage: Nach fünf Jahren verkaufen oder weitermachen?
Antwort: Das kann man nicht pauschal sagen. Am besten ist ein Teilexit: Ein großes Unternehmen beteiligt sich mehrheitlich, und man bleibt weiterhin an Bord, kann die Früchte ernten und gemeinsam mit dem großen Unternehmen das Start-up weiter professionalisieren.