Osnabrück  Start-up BLACKPIN_IoT aus Osnabrück: Sensor-Bettmatte gegen den Pflegenotstand

Karin C. Punghorst
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Von Karin C. Punghorst
| 11.03.2026 11:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Start-up BLACKPIN_IoT will Pflegekräfte entlasten mit einer KI-gestützten Sensor-Bettmatte. Die Jungunternehmer sind Teil des Osnabrücker Start-up-Kosmos und werden im OHA gefördert. Foto: BLACKPIN_IoT
Das Start-up BLACKPIN_IoT will Pflegekräfte entlasten mit einer KI-gestützten Sensor-Bettmatte. Die Jungunternehmer sind Teil des Osnabrücker Start-up-Kosmos und werden im OHA gefördert. Foto: BLACKPIN_IoT
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Das Osnabrücker Start-up BLACKPIN_IoT setzt auf die Vernetzung von Mensch und Maschine, um Pflegekräfte zu entlasten: Das Produkt ist eine KI-gestützte Sensor-Bettmatte zur Dekubitusprävention. Mehr dazu im Steckbrief.

Stadt und Landkreis Osnabrück sowie das Emsland haben es auf die bundesweite Start-up-Landkarte geschafft. Doch was sind das für Firmen, die es in eines der vielen Accelerator-Programme der Osnabrücker Start-up-Zentren Seedhouse, Osnabrück Healthcare Accelerator und Co. zieht? Oder die, die Hasestadt so für sich als Standort entdecken? In einer losen Serie stellen Start-ups sich per Steckbrief vor.

Frage: Firmenname:

Antwort: BLACKPIN_IoT

Frage: Gründungsjahr:

Antwort: 2024

Frage: Gründer:

Antwort: Sandra Jörg (CEO), Regine Haschka-Helmer, Oliver Hafner, Norbert Mittwollen

Frage: Diese drei Dinge machen uns besonders:

Frage: Das Konzept:

Antwort: Unsere smarte Sensor-Bettmatte mit KI-gestützter Lagerungserkennung zur Dekubitusprävention behält Patienten rund um die Uhr sicher im Blick. Sie leitet Handlungsempfehlungen für Pflegekräfte und Angehörige ab – inklusive automatisierter Dokumentation.

Frage: Wer das Produkt braucht:

Antwort: Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Krankenhäuser und Rehabilitationszentren sowie pflegebedürftige Menschen, die von Angehörigen zu Hause versorgt werden.

Frage: Die Idee ist uns gekommen, als …

Antwort: … wir uns mit unseren Kunden ausgetauscht haben, was in der Pflege revolutioniert werden sollte, um den Arbeitsalltag zu erleichtern und Kosten zu sparen.

Frage: Der wichtigste Meilenstein war …

Antwort: … als wir unsere Matte erstmals an den Messenger angebunden und Mensch und Maschine miteinander in einer Chatgruppe kommunizieren ließen. Und auch, als wir den „Schwarzen Löwen“, den baden-württembergischen Wirtschaftspreis, und im vergangenen Jahr das ESA-Förderprogramm gewonnen haben.

Frage: Wir wären fast gescheitert, als …

Antwort: … die Sensordaten zu Beginn nicht die gewünschten und erhofften detaillierten Ergebnisse geliefert haben.

Frage: Kickertisch oder Sofa – was darf im Büro nicht fehlen?

Antwort: Sofa – weil wir gerne nach Feierabend zusammensitzen.

Frage: Osnabrück ist der richtige Ort für uns, weil …

Antwort: … es geografisch ideal liegt, da wir in Deutschland gut verteilt sind – von Berlin über Hannover bis Aalen. Gleichzeitig schätzen wir die Start-up-Förderung und das Engagement der Osnabrücker Region.

Frage: Diese Tipps würden wir anderen Gründern geben:

Antwort: Habt Spaß an dem, was ihr tut. Sucht euch Mitarbeiter, Partner, Kunden und Investoren, die wirklich zu euch und euren Werten passen. Lebt das Prinzip „Fail Forward“ – das heißt, Fehler sind erlaubt, solange man daraus lernt. Und: „Done is better than perfect“, also schnell mit einem Prototypen herausgehen und am Markt mit der Zielgruppe weiterentwickeln.

Frage: Dieses Klischee über die Start-up-Szene stimmt wirklich (nicht):

Antwort: Dass wir chaotisch und unstrukturiert sind – Schnelligkeit und Agilität werden oft damit verwechselt. Natürlich gibt es Start-ups, die weniger klar strukturiert sind, aber alles braucht das richtige Maß.

Frage: Diese Fehler sollte man auf keinen Fall machen:

Antwort: Sich überorganisieren und so zu tun, als sei man ein Unternehmen mit 70 Mitarbeitenden, wenn man erst fünf hat. Das macht alles langsamer: Geschwindigkeit und Flexibilität sind der Vorteil kleiner Strukturen eines Start-ups.

Frage: Nach fünf Jahren verkaufen oder weitermachen?

Antwort: Das kann man nicht pauschal sagen. Am besten ist ein Teilexit: Ein großes Unternehmen beteiligt sich mehrheitlich, und man bleibt weiterhin an Bord, kann die Früchte ernten und gemeinsam mit dem großen Unternehmen das Start-up weiter professionalisieren.

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