Osnabrück Offiziell: Kevin Wiethaup wechselt vom VfL Osnabrück zum Karlsruher SC
Kevin Wiethaup verlässt den VfL Osnabrück: Der 20-jährige Mittelfeldspieler hat einen Vertrag beim Karlsruher SC unterschrieben und wechselt damit nach dem Saisonende aller Voraussicht nach in die 2. Bundesliga. Das VfL-Eigengewächs ist ablösefrei, Wiethaups Vertrag endet im Sommer.
Der VfL Osnabrück verliert eines seiner Eigengewächse: Kevin Wiethaup lässt seinen Vertrag zum Sommer auslaufen und wechselt zum Beginn der kommenden Saison ablösefrei zum Zweitligisten Karlsruher SC. Der 20-jährige Mittelfeldspieler, der in Bocholt geboren wurde, aber in Osnabrück aufwuchs, spielt seit der U16 in lila-weiß.
Schon im letzten Sommer hatte der VfL dem Talent signalisiert, den auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen. Wiethaup aber entschied sich trotz mehrfacher Gespräche über eine gemeinsame Zukunft dagegen - und macht nun, unabhängig vom VfL, den Schritt in die 2. Bundesliga. Beim KSC, wo er laut „Sky“ einen Vertrag bis 2029 unterschrieben haben soll, trifft er auf Trainer Christian Eichner, der die Baden-Württemberger seit 2020 coacht und in den letzten drei Jahren stets einen Platz in der oberen Tabellenhälfte erreichte. Aktuell sind die Karlsruher Achter.
Wiethaup ist bei den VfL-Profis schon seit Jahren auf dem Radar: Im Sommer 2022 spielte er beim Vorbereitungsturnier „VW-Cup“ gegen Bundesligist VfL Wolfsburg als 16-Jähriger groß auf. Auf den Durchbruch musste er aber lange warten. Sein Profi-Pflichtspieldebüt gab er erst in der vergangenen Saison - zu regelmäßigen Einsatzzeiten kam er erst in dieser Spielzeit unter Trainer Timo Schultz, nachdem der VfL ihn in der Rückserie der letzten Saison in die Regionalliga zum SV Rödinghausen verlieh. 2025/26 kommt er bislang auf 15 Einsätze, davon neun von Beginn an. Beim 2:0 in Regensburg am vergangenen Wochenende sammelte er mit der Vorlage auf David Kopacz zum 1:0 seinen ersten Scorerpunkt für den VfL.
Daniel Latkowski, Technischer Direktor des VfL, zeichnet in der Pressemitteilung den Gesprächsverlauf mit Wiethaup nach und erklärt: „Kevin hat sich nun für einen anderen Weg entschieden, das respektieren wir. Gleichzeitig haben wir die klare Erwartung und keinen Zweifel daran, dass er sich bis zum Sommer weiterhin zu 100 Prozent für den VfL und unsere Ziele einsetzen wird.“ Wiethaup selbst wird so zitiert: „Seinen Heimatverein zu verlassen, ist keine einfache Entscheidung. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dennoch dafür entschieden, ab Sommer eine neue Herausforderung in einem neuen Umfeld anzunehmen. Bis dahin gilt meine volle Konzentration dem VfL.“
Mit Wiethaup verliert der VfL einen von fünf Nachwuchsspielern, die es in den aktuellen Profikader geschafft haben: Mit Bernd Riesselmann, Yigit Karademir und Ismail Badjie war er 2023 in die U19-Bundesliga aufgestiegen. Hinzu kommt Mats Remberg als Torwart. Während Jugendfreund Badjie und auch Riesselmann im Herbst ihre Verträge beim VfL verlängerten, entschied sich Wiethaup gegen einen Verbleib. Auch Karademir könnte den Verein im Sommer übrigens verlassen: Der Vertrag des Abwehrspielers läuft, genauso wie der von Spielmacher Lars Kehl, ebenfalls im Sommer aus.