Regensburg  Lars Kehl nach dem 2:0 des VfL Osnabrück in Regensburg: Das ist das geilste Gefühl

Susanne Fetter, Benjamin Kraus
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Von Susanne Fetter, Benjamin Kraus
| 07.03.2026 21:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Lars Kehl nahm es in Regensburg auch mit zwei Gegenspielern auf. Foto: VfL Osnabrück
Lars Kehl nahm es in Regensburg auch mit zwei Gegenspielern auf. Foto: VfL Osnabrück
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Nach dem 2:0-Auswärtssieg beim SSV Jahn Regensburg erklangen die „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufe nicht nur aus dem Fanblock, sondern später auch aus der Kabine des VfL Osnabrück. Dennoch blieben die Protagonisten bodenständig in der Einordnung der aktuellen Erfolgsserie.

Jannik Müller, Abwehrchef des VfL Osnabrück: Wir wussten, dass es ein schwierges Spiel wird gegen eine Mannschaft, die zuletzt überzeugt hat, weil sie zweikampfstark und mit viel Intensität agiert. Am Anfang haben wir das auch gespürt - aber mit fortschreitender Spieldauer ist das Geschehen immer mehr auf unsere Seite gekippt. Wir haben die Ballverluste minimiert und durch unser Kombinationsspiel die Lücken gefunden. Von dem nicht gegebenen Freistoßtor haben wir uns nicht beeindrucken lassen und weiter unser Ding gemacht, was dann ja auch zum Erfolg geführt hat. Wenn man etwas kritisch sehen will, dann vielleicht, dass wir es hintenraus verpasst haben, das Ergbnis noch deutlicher zu gestalten - die Chancen waren da. Aber so haben wir es auch souverän nach Hause verteidigt, weil wir inzwischen sehr gefestigt sind - und immer der nächste Kollege wieder da ist und mithilft, wenn einer von uns überspielt wird.

Lars Kehl, Torschütze zum 2:0: Bei meinem Tor wollte ich eigentlich vor dem Abwehrspieler kreuzen, aber ich war zu langsam. Deshalb habe ich dann mit dem Außenrist abgeschlossen - das war reiner Instikt. Stark war vorher, mit wie viel Teamgeist wir den Ball erobert und das Tor rausgespielt haben. Man spürt momentan einfach auf dem Feld, wie wir die Dinge im Griff haben und das Spiel kontrollieren - selbst dann, wenn der Gegner mal eine Druckphase hat. Das ist eigentlich das geilste Gefühl als Fußballer, wenn Du merkst, dass du auf dieser Welle schwimmst. Basis dafür ist aber, dass jeder einzelne von uns weiter hart arbeitet - jedes Spiel in der 3. LIga ist eklig, es entscheiden Kleinigkeiten. Allein deshalb dürfen wir auch im Training keinen Millimeter nachlassen und müssen genauso weiter machen.

Patrick Kammerbauer, Startelf-Rückkehrer in Regensburg: Der Jahn hat wirkich alles an Heavy Metal reingeschmissen - aber wir haben super dagegen gehalten und am Ende verdient drei Punkte geholt. In der Entstehung des 1:0 versuche ich Robin anzuspielen, der kurz kommt - ein Spielzug, den wir oft spielen, weil wir uns auch richtig gut verstehen. In der Szene hat es gar nicht richtig geklappt, aber Kevin ist super da und reagiert überragend mit dem tiefen Ball auf Kopacz. Ab diesem Moment hatten wir eigentlich die totale Kontrolle über das Spiel - wobei wir dafür schon auch hart arbeiten, indem wir kaum Fehler machen und alles zusammen wegverteidigen.

Michael Wimmer, Trainer Jahn Regensburg: Der Sieg für Osnabrück war verdient. Wir sind zwar gut reingekommen und hatten die ersten 15-20 Minuten ein paar Halbchancen. Aber die haben an diesem Tag nicht gereicht, dieses extrem stark verteidigende Team vor Probleme zu stellen. Dann machen sie zwei Tore durch Konter - davor hatten wir gewarnt, aber in diesen Szenen war das dann auch schwer zu verteidigen.

Timo Schultz, Trainer des VfL Osnabrück: Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier mit einer richtig reifen Leistung drei Punkte geholt haben. Aus dem Hinspiel und mit Blick auf ihre Resultate wussten wir schon um ihre Stärke, zu Beginn des Spiels mussten wir auch ein, zwei Situationen durch tiefes Verteidigen überstehen. Dann vergeben wir durch Meißner eine Großchance und kriegen irgendwie ein Tor aberkannt, machen aber danach trotzdem die Führung und danach das 2:0. Hintenraus agieren wir dann stellenweise zu wild, aber jetzt freuen wir uns trotzdem über die lange Busfahrt nach Hause mit drei Punkten im Gepäck.

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