Osnabrück  Topscorer Robin Meißner wird für den VfL Osnabrück zum „Schnäppchen“

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 02.03.2026 11:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein mittlerweile gewohntes Bild: Robin Meißner vom VfL Osnabrück bejubelt sein achtes von inzwischen neun Saisontoren in Rostock. Foto: IMAGO/Andy Buenning
Ein mittlerweile gewohntes Bild: Robin Meißner vom VfL Osnabrück bejubelt sein achtes von inzwischen neun Saisontoren in Rostock. Foto: IMAGO/Andy Buenning
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Robin Meißner ist der Topscorer des VfL Osnabrück und spielt eine starke Rückrunde. Der 26-jährige Angreifer ist nur ausgeliehen von Zweitligist Dynamo Dresden. Der VfL hat aber gute und vergleichsweise günstige Möglichkeiten, ihn über den Sommer hinaus zu halten.

Acht Scorerpunkte (vier Tore, vier Vorlagen) sammelte Robin Meißner in der Rückrunde für den VfL Osnabrück und hat damit maßgeblichen Anteil an der Tabellenführung nach dem 26. Spieltag der 3. Fußball-Liga. Nur Aachens Lars Gindorf (zehn), der auch die Scorerliste der Liga anführt, hat in diesem Jahr bereits mehr Torbeteiligungen gesammelt. Meißner ist aktuell der offensive Unterschiedsspieler der Lila-Weißen, weil er sich nicht nur durch Torgefahr, sondern auch durch Spielintelligenz, Tempo, Technik und großen Fleiß im Pressing auszeichnet. Aber bleibt er auch über den Sommer hinaus beim VfL?

Die Chancen dafür stehen gut, jedenfalls haben die Osnabrücker Verantwortlichen um Direktor Fußball Joe Enochs und dem Technischen Direktor Daniel Latkowski mit Meißners Leihverein diverse Möglichkeiten verhandelt, wie der 26-Jährige auch in der kommenden Saison in lila-weiß spielen könnte. Dass der VfL für Meißner eine Kaufoption besitzt, hatte Enochs bereits mehrfach in dieser Saison erklärt. In der vorigen Woche machte ein „Bild“-Bericht die Runde, der eine konkrete Summe nennt, für die der VfL Meißner fest verpflichten kann.

150.000 Euro soll der Angreifer kosten, heißt es darin - der Titel des Artikels lautet „Dynamo Dresden kassiert für Drittliga-Profi ab“. Nach noz-Informationen liegt die mögliche Kaufsumme jedoch sogar noch unter dem genannten Betrag und zwar im sehr niedrigeren sechsstelligen Bereich. Laut gängigen Branchenportalen wie transfermarkt.de liegt Meißners Marktwert bei 450.000 Euro. Entsprechend ist Meißner für den VfL ein „Schnäppchen“ - und die Vertragsgestaltung durchaus ein Coup von Enochs und Latkowski.

In dem „Bild“-Artikel ist außerdem die Rede von einer Kaufpflicht bei einem eventuellen Aufstieg des VfL - dann solle die Kaufsumme 200.000 Euro betragen. Nach Informationen von noz existiert diese Kaufpflicht, allerdings ist sie nicht nur an den Aufstieg in die 2. Bundesliga gekoppelt, sondern auch an leistungsbezogene Faktoren geknüpft. Diese sind allerdings bereits erreicht oder in einem sehr realistischem Rahmen. Und auch hier ist die Summe etwas zu hoch angesetzt: Der VfL müsste im Aufstiegsfall weniger als 200.000 Euro bezahlen.

Die Osnabrücker haben bis nach dem letzten Spieltag Zeit, um die Kaufoption offiziell zu ziehen. Dass sie dies, auch im Falle eines Nicht-Aufstiegs, tun werden, gilt als sicher. Abhängig davon, wie der VfL die Saison abschließt, geht es dann nur noch um wenige Zehntausend Euro zwischen Kaufoption und -Pflicht. Dass Meißner allerdings wirklich in der kommenden Saison für den VfL aufläuft, ist nicht komplett sicher: Schließlich könnten im Sommer zahlungskräftige Vereine viel Geld für den Angreifer bieten. Der VfL hat dann aber das Heft des Handelns in der Hand.

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