Einsatz in Barßel Von verschwundenen Kindern fehlt weiter jede Spur
Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Jungen nicht mehr im Bereich von Barßel aufhalten. Jetzt werden verwandtschaftliche Kontakte ins europäische Ausland geprüft.
Barßel - Die Suche nach den beiden vermissten Jungen aus einer Wohngruppe in Barßel ist auch an diesem Dienstag, 24. Februar 2026, fortgesetzt worden. Allerdings verlief die Suche nach dem 9-Jährigen und seinem 10 Jahre alten Cousin bislang ergebnislos. Am frühen Dienstagabend, 24. Februar 2026, teilte Christoph Schomaker, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, mit, dass „aufgrund der bisherigen Erkenntnisse derzeit kein Unglücksfall angenommen wird“.
„Parallel im Hintergrund geführte, umfangreiche polizeiliche Ermittlungen sowohl im Umfeld der Wohngruppe als auch im familiären Kontext, schließen nach derzeitigem Ermittlungsstand eine akute Gefährdung aus“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. „Vielmehr ist derzeit davon auszugehen, dass sich beide Kinder nicht mehr im Bereich Barßel aufhalten“, führte Schomaker aus. Laut Polizei wohnen die beiden Jungen seit 2025 in der Wohngruppe in Barßel. Ein Nachzug der in Afghanistan lebenden Eltern war bisher nicht möglich. „Etwaige verwandtschaftliche Kontakte im europäischen Ausland sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Diese dauern an, eine überörtliche Personenfahndung wurde initiiert“, heißt es weiter.
Was ist bislang bekannt
Die Jungs brachen laut Polizei am Montag, 23. Februar 2026, von der Hauptstraße in Barßel aus gegen 16.30 Uhr zum rund einen Kilometer entfernten Fußballtraining zu einer Sporthalle auf. Dort sind die beiden Kinder allerdings nicht erschienen, so die Polizei.
Kinder leben in einer Wohngruppe
Zunächst wurden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngruppe diverse Anlaufadressen und Kontaktmöglichkeiten überprüft. Als dies keinen Erfolg zeigte, wurde die Polizei über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. „Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta suchten in der Folge die ganze Nacht über intensiv nach den beiden Jungen, auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Suche endete ergebnislos“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei weiter.
An diesem Dienstagnachmittag, 24. Februar 2026, war erneut ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Er suchte über Barßel und Umgebung nach den Kindern. Ab dem Mittag kam nach Angaben von Schomaker auch ein sogenannter Mantrailer-Hund zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen speziell ausgebildeten Hund, der mit seinem ausgezeichneten Geruchssinn vermisste Personen suchen kann. Trotz der intensiven Suche gibt es bislang keine Spur von den Kindern.