Bremen Bremen: Zoll deckt mehr als 16 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit auf
Rund 3500 Strafverfahren hat das Hauptzollamt Bremen im vergangenen Jahr wegen Schwarzarbeit eingeleitet. Dazu ist ein Schaden von mehr als 16 Millionen Euro Schaden entstanden.
Im Kampf gegen die Schwarzarbeit blickt das Hauptzollamt Bremen auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Nach Angaben der Behörde haben die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) dazu geführt, dass rund 3500 Strafverfahren eingeleitet wurden. „Damit lag die Zahl der eingeleiteten Verfahren wieder auf dem Niveau des bisherigen Jahreshöchstwertes aus dem Jahr 2023 und rund 400 über dem des Vorjahres“, so ein Sprecher des Hauptzollamtes.
In Folge der Ermittlungen seien mehr als 660.000 Euro an Geldstrafen ausgesprochen worden. Damit liegt der Betrag laut Hauptzollamt nochmals über 10.000 Euro höher als im Vorjahr. Darüber hinaus haben die Behörden insgesamt mehr als 24 Jahre an Freiheitsstrafen ausgesprochen, mehr als 1600 Bußgeldverfahren eingeleitet und rund 830.000 Euro an Bußgeldern verhängt.
Die festgestellte Schadenssumme, aus unter anderem nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, nicht gezahlten Steuern und nicht gezahlten Mindestlöhnen, belaufe sich auf über 16 Millionen Euro. „Die Anzahl an Arbeitgeberprüfungen hat sich im letzten Jahr mit rund 370 Prüfungen im Vergleich zu 2024 ebenfalls erhöht. Die Prüfungen erfolgen auf Grundlage eigener Risikoeinschätzung nach dem Grundsatz ,Qualität vor Quantität‘“, heißt es weiter. Durch den risikoorientierten Ansatz konzentriert sich die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Bremen zielgerichtet auf die generell für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung besonders anfälligen Bereiche wie etwa das Baugewerbe, den Gaststätten- und Beherbergungsbereich, das Speditions-, Transport- und Logistikwesen und Friseur- und Kosmetiksalons.
„Rund 3500 eingeleitete Strafverfahren und eine erneut hohe festgestellte Schadenssumme von über 16 Millionen Euro im letzten Jahr zeigen, dass sich der risikoorientierte Prüfansatz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bezahlt macht“, erklärt Nicole Tödter, Leiterin des Hauptzollamtes Bremen. „Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität zu Lasten der Allgemeinheit. Sie schädigt unsere Wirtschaft und gefährdet unsere Sozialsysteme. Der Zoll stellt sich dem durch zielgerichtete Kontrolltätigkeit und intensive Ermittlungen entgegen.“