Osnabrück  Osnabrück setzt Zeichen: Mahnwache nach mutmaßlichem Mord an Frau in Wallenhorst

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 22.02.2026 06:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Blumen und Kerzen vor dem Wohnhaus erinnern an die dreifache Mutter, die am 12. Februar in Wallenhorst mutmaßlich von ihrem Ehemann umgebracht wurde. Foto: André Havergo
Blumen und Kerzen vor dem Wohnhaus erinnern an die dreifache Mutter, die am 12. Februar in Wallenhorst mutmaßlich von ihrem Ehemann umgebracht wurde. Foto: André Havergo
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Nach dem mutmaßlichen Mord an einer dreifachen Mutter in Wallenhorst findet in Osnabrück eine Mahnwache statt. Frauenberatungsstelle und Frauenhaus wollen damit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Die Frauenberatungsstelle Osnabrück Stadt und Landkreis sowie das autonome Frauenhaus Osnabrück rufen zu einer Mahnwache gegen Femizide auf. Anlass ist der mutmaßliche Mord an einer dreifachen Mutter in Wallenhorst.

Die Mahnwache beginnt am Dienstag, 24. Februar, um 17 Uhr am Mahnmal gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide auf dem Willy-Brandt-Platz in Osnabrück.

Im Wallenhorster Ortsteil Hollage wurde am 12. Februar eine 39-jährige Frau in ihrem Wohnhaus gewaltsam getötet. Polizei und Staatsanwaltschaft verdächtigen den 45-jährigen Ehemann. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück schließt einen Femizid nicht aus.

Bereits im Juni 2025 hatte ein 41 Jahre alter Mann im Osnabrücker Stadtteil Schinkel-Ost seine Ex-Partnerin (43) auf offener Straße erschossen und sich danach selbst getötet. Die Tat löste große Bestürzung in der Stadt aus. Drei minderjährige Kinder wurden durch den Mord zu Vollwaisen.

Die Veranstalterinnen der geplanten Mahnwache erklären: „Wir sind geschockt, wütend, traurig und möchten gerne mit euch gemeinsam der getöteten Frau gedenken sowie auf Femizide aufmerksam machen.“ Weiter heißt es in der Ankündigung: „Wir stehen zusammen, um unsere Wut sichtbar zu machen – gegen die Gewalt, gegen das Schweigen, gegen die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Taten ermöglichen und verharmlosen.“

Ann-Katrin Steinkamp und Lisa Summe von der Frauenberatungsstelle Osnabrück bitten darum, Kerzen, Plakate und Blumen zur Mahnwache mitzubringen.

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