Osnabrück  VfL Osnabrück: Jacobsen zurück im Training – doch reicht es für das Essen-Spiel?

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 18.02.2026 15:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kehrt er gegen Essen zurück ins Team beim VfL Osnabrück? Bjarke Jacobsen (hier im Duell mit Aachens Faton Ademi). Foto: IMAGO/Maximilian Koch
Kehrt er gegen Essen zurück ins Team beim VfL Osnabrück? Bjarke Jacobsen (hier im Duell mit Aachens Faton Ademi). Foto: IMAGO/Maximilian Koch
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Bjarke Jacobsen ist beim VfL Osnabrück zurück im Training. Steht er der Mannschaft von Trainer Timo Schultz damit auch für das Topspiel gegen Rot-Weiss Essen am Samstag (14 Uhr) zur Verfügung? Und wenn ja, spielt er dann auch von Beginn an?

Bjarke Jacobsen gehört zu den wichtigsten Säulen in der Mannschaft des VfL Osnabrück. Der 32-jährige Däne ist ein wichtiger Faktor für die beste Defensive der Liga: Mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke sowie seiner Übersicht und Ruhe sorgt der zentrale Mittelfeldspieler für Stabilität – mit und ohne Ball. Dazu traf er bereits viermal per Kopf nach Standards. Nach 20 Startelfeinsätzen in Folge, die ihm eine automatische Vertragsverlängerung bis Sommer 2027 einbrachten, musste Jacobsen in den letzten beiden Wochen aussetzen.

Der Rücken machte Probleme, der Oberschenkel auch – irgendwie war der gesamte physische Zustand nicht optimal. So musste der VfL gegen Havelse (2:0) und in Rostock (2:2) ohne Jacobsen antreten. In der vergangenen Woche vor der Partie an der Ostsee stand er nur einmal mit der Mannschaft auf dem Rasen, doch schnell wurde klar, dass es fürs Wochenende nicht reichen wird. Am Dienstag dieser Woche machte der Sechser weite Teile der Einheit mit, am Mittwoch dann das volle Programm, das bei längeren Großfeld-Spielformen und einem Fokus auf das Umschaltverhalten durchaus intensiv gestaltet war. Reicht die Zeit, um für das nächste Topspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen wieder komplett fit zu sein?

„Ich gehe davon aus“, sagt Trainer Timo Schultz. „Er macht einen guten Eindruck. Er ist freier im Kopf, in der letzten Woche war er noch sehr am Zaudern und am Hadern mit sich und seinem Körper.“ Das „Schmerzbild“ habe sich dabei gar nicht allzu sehr verändert. „Wir hätten es auch gegen Rostock machen können, aber ich hatte das Gefühl, dass er selbst nicht ready ist“, erklärt Schultz. Also setzte er, wie schon gegen Havelse, auf das Duo Fridolin Wagner und Kevin Wiethaup.

Und dieses machte in Jacobsens Abwesenheit einen guten Job. Sowohl gegen den Aufsteiger, als auch bei Hansa brachte der drittliga-erfahrene Wagner und Eigengewächs Wiethaup zufriedenstellende Leistungen. Während Wagner sich eher auf Balleroberungen und Balance konzentrierte, übernahm Wiethaup eher die Aufgaben als Spielgestalter.

Ein Kaderplatz Jacobsens gegen RWE ist also wahrscheinlich. Aber kehrt er deshalb auch direkt in die Startelf zurück? Noch vor wenigen Wochen hätte man diese Frage wohl kaum gestellt - zu eindeutig war die Pole Position des Dänen auf der „Sechs“. Nun muss aber auch Trainer Schultz feststellen: „Wir haben Alternativen. Die anderen haben es ja auch richtig gut gemacht. Es ist ein Luxusproblem, das wir jetzt haben.“ Tiefer lässt sich der VfL-Coach nicht in die Karten schauen.

Doch gerade gegen physisch starke Essener, die mit Klaus Gjasula und Ruben Reisig ebenfalls über zwei kampferprobte Zentrumsspieler verfügen, spricht viel für eine Rückkehr Jacobsens. Was das dann für die Konkurrenz bedeutet, zu der ja auch Bryan Henning zählt, der noch zum Rückrundenauftakt in Aachen zweimal traf, ist offen. Luxusprobleme eben.

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