Verkehrskonzept Tannenhausen  Stadt plant Fahrradboxen, Ladepunkte und eine neue Beschilderung

| | 16.02.2026 11:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Attraktivität des Gebietes rund um den Badesee Tannenhausen soll erhöht werden – für Anwohner und Gäste. Foto: Archiv/Romuald Banik
Die Attraktivität des Gebietes rund um den Badesee Tannenhausen soll erhöht werden – für Anwohner und Gäste. Foto: Archiv/Romuald Banik
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Die Auricher Verwaltung nennt Maßnahmen, um den Ortsteil Tannenhausen attraktiver zu machen – für Anwohner und Besucher. Das ist geplant.

Aurich - Die Verkehrs- und die Parksituation im Naherholungsgebiet rund um den Tannenhausener Badesee stehen in der kommenden Woche auf der Agenda der Auricher Politik. Am Dienstag, 17. Februar, wird im Ortsrat Georgsfeld/Tannenhausen und zwei Tage später im Verkehrsausschuss ein neues Verkehrskonzept aus der Feder der Stadtverwaltung vorgestellt. Ziel ist es, die Attraktivität des Gebietes sowohl für Anwohner als auch für Besucher zu erhöhen.

Konkrete Maßnahmen sollen Gebiet attraktiver machen

Basis des von der Stadt erarbeiteten Verkehrskonzeptes ist das im Januar 2024 vorgestellte „Tourismuskonzept für das Freizeit- und Erholungsgebiet Badesee Tannenhausen“, welches diverse Maßnahmen auch für die verkehrliche Organisation ausgearbeitet hatte. Darauf aufbauend sei nun ein vereinfachtes Verkehrskonzept erstellt worden, welches diese Maßnahmen aufgreifen und konkretisieren solle, heißt es in der Vorlage der Stadt. Explizit ausgenommen von dem Konzept ist übrigens der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Die Stadt verweist in dieser Hinsicht auf das Verkehrskonzept des Landkreises Aurich (Mobilitätswerk GmbH, 2024), den PlusBus sowie die aktuell laufenden Entwicklungen rund um den AnrufBus Aurich.

Optimierungsbedarf rund um den Badesee

Für die Ausarbeitung habe die Verwaltung eine umfassende Bestandsaufnahme im betroffenen Gebiet westlich der Dornumer Straße (L7) zwischen den Kreuzungspunkten mit dem Stürenburgweg im Süden und dem Neustadtweg im Norden vorgenommen. Unter anderem habe es Verkehrszählungen, Ortstermine und Experteninterviews gegeben, so die Stadt.

Die Verwaltung hat den Verkehr in Tannenhausen unter die Lupe genommen. Foto: Archiv/Romuald Banik
Die Verwaltung hat den Verkehr in Tannenhausen unter die Lupe genommen. Foto: Archiv/Romuald Banik

Das Ergebnis: Es gibt Optimierungsbedarf im Bereich des Badesees Tannenhausen. Unter anderem solle als Maßnahme die Verkehrsführung und dabei insbesondere die Beschilderung für Autofahrer verbessert werden. So soll ein neues Beschilderungskonzept den „Schilderwald“ ersetzen und den Verkehr besser zu den Einrichtungen am Badesee leiten. Anpassungen baulicher oder verkehrsrechtlicher Natur im Bereich der Kreuzung Dornumer Straße/Fröhlingsweg, etwa durch einen Linksabbiegestreifen, seien aufgrund der gegebenen ausreichenden Leistungsfähigkeit aber nicht vorgesehen, heißt es in der Vorlage.

Erweiterung des Ortsgebietes für mehr Sicherheit

Ergänzend zur neuen Beschilderung ist die Verordnung des Ortsgebietes im Bereich Dornumer Straße/Moordorfer Straße vorgesehen. Hierdurch solle sich der gegebene Ortscharakter auch in der Verordnung widerspiegeln und in der Folge geringere Geschwindigkeiten und eine Verbesserungen in der Sicherheit für Fuß- und Radverkehr erzielt werden. Die Ausdehnung der geschlossenen Ortschaft soll dabei im Bereich der Moordorfer Straße ab etwa der Kirche bis zur Kreuzung Dornumer Straße und im Zuge der Dornumer Straße im Abschnitt von der Bahnquerung im Süden bis nördlich der Einmündung des Stürenburgweg im Norden reichen.

Auch das Thema Parken am Badesee haben die Planer im Blick. Foto: Archiv/Romuald Banik
Auch das Thema Parken am Badesee haben die Planer im Blick. Foto: Archiv/Romuald Banik

Zusätzlich sollen die Parkflächen an der Gerhard-Kerker-Straße neu strukturiert werden, und die Fahrer von E-Autos sollen zukünftig eine bessere Infrastruktur am Badesee vorfinden. Zunächst sollen zwei Ladepunkte á 22 kWh entstehen.

Radfahrer im Fokus der Planer

Die Planer der Stadt nehmen aber nicht nur motorisierte Besucher des Naherholungsgebietes in den Blick, sondern auch Radfahrer. So soll die „stark überholte Radabstellanlage“ am Badesee neu gestaltet werden – mit einer neuen Oberfläche, Fahrradabstellbügeln und zunächst zehn abschließbaren Parkboxen für Räder. 30 Schließfächer für Helme und Fahrradtaschen sowie Ladestationen für E-Bikes kommen ergänzend hinzu. Rund werden soll das neue Radangebot durch die Einbindung in die Klima-Taler-Kampagne der Stadt. Radfahrer könnten durch die Nutzung des Fahrrades auf ihren Alltagswegen, auch jenen zum Badesee Tannenhausen, Punkte sammeln, die ein Guthaben darstellen und etwa in Einrichtungen am Badesee eingelöst werden können, heißt es in der Vorlage.

Mehr Sicherheit für Fußgänger

Zu guter Letzt soll auch an die Fußgänger rund um den Badesee gedacht werden. So ist bei der Querung zwischen Stürenburgweg und der Zufahrt zum Parkplatz eine Aufpflasterung des Kreuzungsbereiches, also eine Anhebung des Straßenbelags auf Gehweghöhe, vorgesehen. Im südlichen Kurvenbereich des Stürenburgweg soll zudem eine Erweiterung von Gehwegen sowie ebenfalls eine Aufpflasterung geprüft werden.

Die Wakeboardanlage am Badesee Tannenhausen ist einer der Besuchermagneten. Foto: Archiv/Romuald Banik
Die Wakeboardanlage am Badesee Tannenhausen ist einer der Besuchermagneten. Foto: Archiv/Romuald Banik

Die Kosten für die Umsetzung aller Maßnahmen schätzt die Verwaltung auf 335.000 Euro und weist darauf hin, dass in den Haushalten 120.000 Euro (2026) und 75.000 Euro für die Folgejahre für weiterführende Maßnahmen im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes veranschlagt seien. Darunter würden auch Maßnahmen in Tannenhausen fallen.

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