Atomkonflikt Vor US-Iran-Verhandlungen: Gespräche mit UN-Atomwächtern

dpa
|
Von dpa
| 16.02.2026 07:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Beziehungen zwischen der IAEA und Teheran sind seit Jahren angespannt. (Archivbild) Foto: Vahid Salemi/AP
Die Beziehungen zwischen der IAEA und Teheran sind seit Jahren angespannt. (Archivbild) Foto: Vahid Salemi/AP
Artikel teilen:

Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der Internationalen Atomenergiebehörde sind seit dem vergangenen Jahr belastet. Irans Außenminister hat in Genf nun ein volles Programm.

Der Iran hat im Streit um sein Nuklearprogramm hochrangige Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geführt. Die „tiefgreifenden technischen Diskussionen“ in Genf dienten der Vorbereitung der nächsten Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten am Dienstag, schrieb IAEA-Chef Grossi auf X nach seinem Treffen mit Außenminister Abbas Araghtschi.

Der iranische Außenminister wurde von Atomexperten seines Landes begleitet. Araghtschi war bereits am Sonntag für die nächste Verhandlungsrunde mit den USA in die Schweiz gereist.

Anfang Februar hatten beide Staaten nach militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Golfstaat Oman einen neuen Dialog begonnen. In Genf vermittelt wieder der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi. Die Schweiz wird von der iranischen Regierung wie auch einige Golfstaaten als neutraler Vermittler geschätzt.

Spannungen zwischen IAEA und dem Iran

Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der IAEA hatten sich nach Israels Krieg gegen das Land im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die USA schlossen sich den Angriffen an und bombardierten zentrale Nuklearanlagen, darunter auch Urananreicherungsanlagen. Trump erklärte anschließend, die Anlagen seien vollständig „zerstört“. Unklar blieb jedoch der Verbleib von rund 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran.

Der Iran schränkte den Zugang der Atomwächter daraufhin ein. Erst im September 2025 einigte sich Teheran mit der IAEA auf die Wiederaufnahme von Kontrollen. In welchem Umfang diese erfolgen und ob sie derzeit stattfinden, ist unklar. Grossi geriet selbst ins Visier iranischer Hardliner. Eine ultrakonservative Zeitung bezichtigte ihn als israelischen Spion und forderte die Todesstrafe. Nach Ansicht einiger Regierungsvertreter hatte sich der IAEA-Chef nicht kritisch genug zur Bombardierung iranischer Atomanlagen geäußert.

Ähnliche Artikel