Ausblick des Bürgermeisters Das nimmt sich Großefehn für 2026 vor
Beim Neujahrsempfang in Großefehn gab Bürgermeister Erwin Adams einen Überblick auf kommende Projekte. Unter anderem steht die größte Investition der Gemeinde seit 20 Jahren an.
Großefehn - Die Gemeinde Großefehn setzt bei ihren Investitionen weiter klare Schwerpunkte: Schulen, Kindertagesstätten und die Feuerwehr stehen im Mittelpunkt. Das hat Bürgermeister Erwin Adams beim Neujahrsempfang im Compagniehaus in Ostgroßefehn deutlich gemacht. In einer Präsentation gab er einen Überblick über abgeschlossene Vorhaben und Projekte, die in den kommenden Jahren anstehen. Seine Botschaft: Die Gemeinde arbeite weiter an vielen Baustellen. „Neues Jahr, neue Pläne, und einige alte sind auch noch da“, so Adams.
Bereits fertiggestellt wurde 2025 der Anbau der Kindertagesstätte in Mittegroßefehn. Das Projekt, das 2023 gestartet war, kostete nach Angaben der Gemeinde 1,4 Millionen Euro. Parallel laufen die Vorbereitungen für eine neue Kindertagesstätte im Zentrum: Erste Verfahrensbeschlüsse sind gefasst, der Bebauungsplanentwurf soll 2025 und 2026 erarbeitet werden.
Größte Investition seit zwei Jahrzehnten
Direkt nebenan wurde 2025 auch der neue Spielplatz „Mühlenpark“ abgeschlossen. Die Gesamtkosten lagen bei 815.000 Euro. Möglich wurde das Projekt vor allem durch Fördermittel – der Eigenanteil der Gemeinde betrug 123.000 Euro.
Ein weiteres Großprojekt ist der Erweiterungsbau der KGS. Der Neubau wurde Anfang Dezember in Betrieb genommen, die offizielle Einweihung ist für das Frühjahr 2026 geplant – dann sollen auch die Außenanlagen fertig sein. Rund vier Millionen Euro investierte Großefehn nach Angaben von Bürgermeister Adams in Bau, Mobiliar und EDV. Weil es dafür keine Fördergelder gebe, sei es die größte kommunale Investition der vergangenen 20 Jahre.
Auch bei der Feuerwehr geht es voran: Das neue Feuerwehrhaus im Zentrum von Großefehn wurde im Sommer 2025 offiziell übergeben – mit Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Die Baukosten lagen bei 2,6 Millionen Euro; das Land unterstützte mit einer besonderen Bedarfszuweisung von 930.000 Euro.
Das Modernisierungskonzept „Feuerwehr“ wird nach einem Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2016 schrittweise umgesetzt. Viele Standorte seien bereits neu- oder umgebaut worden, sagte Adams. Offen seien noch Lösungen für Spetzerfehn, West-/Mittegroßefehn & Ulbargen sowie Timmel.
Mehr Doppelhausgrundstücke geplant
Bei den Bauplätzen meldet die Gemeinde eine positive Nachfrage. Aktuelle Baumöglichkeiten gibt es in Akelsbarg (Am Eichenwall), Mittegroßefehn (Luisenstraße) und in Ostgroßefehn (Claaßens Land). In Akelsbarg seien die letzten vier Bauplätze bereits reserviert – 2026 könnten damit alle 13 Grundstücke verkauft sein. In Mittegroßefehn sind noch 13 Bauplätze verfügbar.
Um der Nachfrage nach Doppelhäusern zu entsprechen, wurden Bebauungspläne in Mittegroßefehn und im Gebiet „Claaßens Land“ angepasst. Ein weiteres Baugebiet mit dem Namen „Brook“ soll in Holtrop entstehen. Für 2026 sind Abstimmungen zur Erschließung und ein Entwässerungsantrag vorgesehen.
Gewerbeflächen: Ausbau mit Millionenförderung
Auch die Wirtschaftsförderung spielt eine zentrale Rolle: In Vorbereitung ist die Erweiterung des Gewerbegebietes „Mitte“ um 6,5 Hektar. Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro. Vom Land Niedersachsen gibt es dafür einen Zuschuss von 2,4 Millionen Euro. Den Förderbescheid überbrachte Wirtschaftsminister Grant Hendrik im Oktober 2025 persönlich. Der Ausbau soll im Herbst 2026 starten.
Für das Gewerbegebiet Ulbargen/Spetzerfehn ist ebenfalls eine Erweiterung geplant. 2026 sollen Bauleitplanung und Satzungsbeschluss folgen – Ziel sei ein Baubeginn der Erschließung im Jahr 2027.
RTC Timmel verkauft
Zum Jahresende wurde außerdem das RTC in Timmel verkauft. Nach Angaben der Gemeinde gab es drei verbindliche Angebote in einem Bieterverfahren. Den Zuschlag erhielt der Großefehntjer Unternehmer und Ratsherr Karl-Heinz Neemann – für rund 1,11 Millionen Euro.
Zum Abschluss dankte Bürgermeister Adams den ehrenamtlich Engagierten, den Mitarbeitenden der Gemeinde und der Großefehn Tourismus GmbH sowie Politik, Gewerbe und Behörden für die Zusammenarbeit. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Enno Krüsmann und Siebelt Fohrden freute er sich über ein „volles Haus“ beim Neujahrsempfang. Für musikalische Pausen sorgte das Duo „M&M Acoustica“.