Bremen Drogenhandel, Überdosis und Fäkalien im Hausflur: Polizei durchsucht Wohnung in Bremen
Ein Großeinsatz von Polizei, Ordnungsamt und Bauamt hat in der Bremer Bahnhofsvorstadt für Aufsehen gesorgt. Nach Hinweisen auf Drogenhandel nahmen die Beamten ein Mehrparteienhaus und einen Kiosk ins Visier.
Die Polizei Bremen hat gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Bauamt Kontrollen in einem Mehrparteienhaus und einem Gewerbeobjekt im Bereich der Bremer Bahnhofsvorstadt durchgeführt. Nach Angaben der Polizei Bremen wurden dabei Drogen beschlagnahmt, ein Haftbefehl vollstreckt und diverse Verstöße festgestellt.
Dem vorausgegangen waren Hinweise aus der Bevölkerung. In einer Wohnung eines Mehrparteienhauses an der Straße An der Weide soll es demnach immer wieder zum Handel mit Betäubungsmitteln gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft Bremen erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung eines 32-Jährigen.
Vor Ort wurde nach Angaben der Polizei beobachtet, dass mehrere Personen das Haus regelmäßig betraten und nach kurzer Zeit wieder verließen. In der Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf mehrere Personen aus der Obdachlosen- und Betäubungsmittelszene und stellten Drogen in Form von Crack und Heroin sicher.
Gegen einen anwesenden 27-Jährigen lag ein offener Haftbefehl vor, der umgehend vollstreckt wurde. Eine weitere Person musste von den Einsatzkräften erstversorgt werden, da der Verdacht auf eine Überdosis bestand; sie wurde anschließend an den Rettungsdienst übergeben. Der 32-jährige Mieter und mutmaßliche Händler wurde kurze Zeit später vor dem Gebäude gestellt und vorläufig festgenommen. Auf der Wache wurde eine Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt.
Parallel zur polizeilichen Durchsuchung nahm das Bauamt das Gebäude unter die Lupe. Dabei wurden diverse Mängel erfasst, heißt es in der Mitteilung. Darunter Brandschutzverstöße, fehlende Rauchmelder sowie fehlende Genehmigungen für die Wohnungsnutzung. Zudem wies das Treppenhaus auffällige Verschmutzungen durch Fäkalien und Unrat auf. Entsprechende Maßnahmen wurden angeordnet.
Auch ein angrenzender Kiosk stand im Fokus der Kontrolle. Dort stellten die Beamten Jugendschutzverstöße sowie Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht fest, was entsprechende Anzeigen nach sich zog.