Osnabrück Kritik am Umbau der Bramscher Straße in Osnabrück: Pro Bahn erhält Rückenwind von AfD
Die Bramscher Straße in Osnabrück wird umgebaut. Pro Bahn kritisierte die entsprechenden Pläne als „Busbremse“. Nun erhält der Fahrgastverband Unterstützung von der AfD Osnabrück.
Die Bramscher Straße in Osnabrück wird umgebaut, der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte sich kritisch zu den Plänen: Mit nur 6,50 Metern Fahrbahnbreite würden Radfahrer zu „Busbremsen“. Rückenwind erhält Pro Bahn nun von der AfD Osnabrück.
Die Fahrbahn wird künftig 6,50 Meter breit sein. Für Radfahrer wird es keine eigenen Wege geben, sie müssen sich die Straße bei erlaubten 50 km/h mit Autos und Bussen teilen.
Pro Bahn befürchtet, dass die Busse künftig hinter Radfahrern feststecken werden, weil das Überholen bei dieser Fahrbahnbreite bei Gegenverkehr nicht erlaubt ist – mindestens anderthalb Meter Abstand müssen es sein. In einer anderen Umbauvariante wäre das möglich gewesen, doch der Rat beschloss die 6,50 Meter.
Die AfD Osnabrück springt Pro Bahn jetzt zur Seite und bewerte die Planungen ebenfalls kritisch. „Die Bedenken des Fahrgastverbands Pro Bahn, dass Busse künftig hinter Radfahrern feststecken könnten, sind nachvollziehbar“, teilte diese mit.
Darüber hinaus beklagt die AfD den Wegfall von Parkplätzen, der die Nahversorgung „weiter schwächen“ würde. Sie schlägt vor, den Bau einer Quartiersgarage an der Weserstraße zu prüfen, um unter anderem den Parkdruck zu reduzieren und Straßenräume anders gestalten zu können.
Von 230 Parkplätzen entlang der Straße werden 169 erhalten bleiben. Stadtbaurat Thimo Weitemeier verteidigte das: Schließlich seien Parkplätze im öffentlichen Raum immer ein zusätzliche Angebot; auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hatte mal betont, dass es kein Recht auf einen öffentlichen Parkplatz gebe.
Die AfD schlägt überdies vor, die Überland- und Expresslinien über die parallel verlaufende Hansastraße zu führen, um die Bramscher Straße zu entlasten.