Osnabrück Vandalismus beim TSV Havelse: Tatverdächtiger identifiziert und durchsucht
Vor dem Hinspiel des VfL Osnabrück sorgten bis dato unbekannte Täter für eine großflächige Vandalismus-Aktion plus Einbruchsdiebstahl auf der Anlage des TSV Havelse. Vor dem Rückspiel wird bekannt: Es gibt einen - möglicherweise ersten - Verdächtigen.
Lange hatte die Polizei sich nur zurückhaltend geäußert zu den Ermittlungen nach dem Vandalismus-Einbruch im Stadion und auf der Anlage des TSV Havelse. Vor dem Drittliga-Hinspiel des VfL Osnabrück bei den Garbsenern Ende August hatten Täter über 100 Schmierereien auf Banden, Tribünen und Hauswänden hinterlassen, Tornetze durchgeschnitten sowie Trikots und technische Materialien entwendet - ein großflächiger Zerstörungs-Feldzug mit Einbruchsdiebstahl. Schon damals war klar, dass die Vandalismus-Aktion mutmaßlich Tätern aus dem Umfeld der Fanszene des VfL zuzurechnen ist.
Wenige Tage vor dem Rückspiel des TSV Havelse beim VfL an diesem Samstag (14 Uhr, Bremer Brücke) bestätigte nun die mit den Ermittlungen betraute Staatsanwaltschaft Hannover erstmals: Es gibt einen Verdächtigen. Ein 45-Jähriger aus der Region Osnabrück soll an jenen Aktionen in Havelse, ein Stadtteil von Garbsen nahe Hannover, in der Nacht vor dem VfL-Gastspiel im Eilenriedestadion zumindest beteiligt gewesen sein.
Wie der Mann ins Visier der Ermittlungsbehörden geriet, war mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht zu erfahren. Die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte aber eine umfangreiche Durchsuchungsaktion bei dem 45-Jährigen. Bei dieser sei eine Vielzahl an Datenträgern sichergestellt worden. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft betonte, dass weiterhin die Unschuldsvermutung gelte, die Ermittlungen aber in alle Richtungen - nicht nur mit Blick auf die Auswertung der sichergestellten Datenträger - weiterlaufen würden.