Osnabrück Eisglätte in Stadt und Landkreis Osnabrück: Details zu Schule, Müllabfuhr und Straßenverhältnissen
Bleiben die Mülltonnen voll und müssen Schüler zu Hause bleiben? Die extreme Glätte am 4. Februar in Osnabrück wirft viele Fragen auf, von der Abfallentsorgung bis zur Sicherheit auf dem Schulweg. Wir liefern die Antworten zur aktuellen Lage in Stadt und Landkreis.
Wieder ist es überfrierende Nässe, die im Osnabrücker Land nicht nur Autofahrer vor Herausforderungen stellt. Auch die öffentliche Infrastruktur ist betroffen: Müllwagen bleiben stehen, Schulen schließen ihre Türen. Die drängendsten Fragen zur aktuellen Lage hat die Redaktion hier gesammelt und beantwortet.
Frage: Wann werden die nicht geleerten Mülltonnen abgeholt?
Wegen der anhaltenden Eisglätte haben der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) und die Awigo die Müllabfuhr im gesamten Stadtgebiet und im Landkreis eingestellt. Die Nachleerung für den Mittwochsbezirk in Osnabrück ist für Donnerstag, 5. Februar, geplant. Die weiteren Touren verschieben sich entsprechend: von Donnerstag auf Freitag und von Freitag auf Samstag. Bürger sollten die Tonnen am Straßenrand stehen lassen und sicherstellen, dass die Zugänge frei von Eis und Schnee sind.
Frage: Was mache ich, wenn mein Müll schon länger nicht abgeholt wurde?
In einigen Bereichen warteten Haushalte bereits in den vergangenen Wochen vergeblich auf die Abfuhr. Die Awigo bietet Übergangslösungen an: Zusätzliche Abfälle können bei der nächsten Abfuhr neben die Tonnen gestellt werden. Restmüll darf in Müllsäcken, Verpackungen in Gelben Säcken und Papier gebündelt oder in Kartons bereitgestellt werden. Bioabfälle können notfalls in unbeschichteten Pappkartons gesammelt werden. Zudem ist die Abgabe von haushaltsüblichen Mengen auf Recyclinghöfen wie in Melle, Wallenhorst oder Georgsmarienhütte kostenlos möglich.
Frage: Wie ist die Situation in den Krankenhäusern?
Aktuell melden Krankenhäuser aus der gesamten Region Osnabrück ein erhöhtes Patientenaufkommen. Dabei handele es sich vor allem um Verletzungen durch Stürze, berichtet Ute Laumann, Pressesprecherin der Niels-Stensen-Kliniken. Demnach behandele man etwa im Marienhospital etwa ein Drittel mehr Patienten als üblich. Im Vergleich zum Glatteis-Freitag am 23. Januar sei die Lage aber deutlich entspannter.
Frage: Findet der Schulunterricht in der Region statt?
Nein, am Mittwoch, 4. Februar, fällt die Schule in der Stadt und im Landkreis Osnabrück aus. Diese Entscheidung trafen die Behörden am frühen Morgen gegen 5.20 Uhr. An den Berufsbildenden Schulen wird auf Distanzunterricht gesetzt. Für Eltern, die ihre Kinder dennoch zur Schule schicken müssen, ist eine Notbetreuung sichergestellt. Es ist der der sechste Schulausfall durch Schnee oder Eis seit Anfang 2026.
Frage: Warum sind viele Nebenstraßen nicht geräumt?
Der Winterdienst in Osnabrück arbeitet nach einem Prioritätenplan. Auf der höchsten Alarmstufe, Stufe 6, sind alle verfügbaren Fahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz. Vorrang haben jedoch Hauptverkehrsstraßen, Buslinien sowie Zufahrten zu Krankenhäusern und Feuerwachen. Wenn es auf diesen Strecken weiterschneit oder friert, müssen die Räumfahrzeuge dort erneut beginnen. Nebenstraßen und Wohngebiete können daher oft erst später oder gar nicht gestreut werden.
Frage: Hat der angekündigte Streik des Straßenbetriebsdienst am 4. und 5. Februar Auswirkungen auf den Winterdienst?
Ja, es kann zu Verzögerungen beim Winterdienst kommen. Der Straßenbetriebsdienst streikt auf Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Osnabrück und Vechta. Über Notdienstvereinbarungen ist jedoch sichergestellt, dass der grundlegende Winterdienst sowie der Unfall- und Notfalldienst auch während des Streiks stattfinden.
Frage: Wie gefährlich ist die Lage auf den Straßen?
Die Polizeiinspektion Osnabrück meldete allein zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen 45 witterungsbedingte Unfälle. Besonders auf Nebenstrecken, Brücken und in Waldstücken ist die Situation kritisch. Die Polizei rät dringend dazu, die Geschwindigkeit anzupassen, den Sicherheitsabstand zu vergrößern und mehr Zeit für Wege einzuplanen. Über aktuelle Gefahrenstellen informiert auch unser Verkehrsticker.