Osnabrück Pro Bahn: Bramscher Straße in Osnabrück nicht zur „Busbremse“ machen
Wenn die Bramscher Straße umgebaut ist, stecken die Busse womöglich hinter Radfahrern fest. Das zumindest befürchtet der Fahrgastverband Pro Bahn.
Tempo 50, weniger Parkplätze, mehr Grün und keine Radwege: Die Bramscher Straße in Osnabrück soll umgebaut werden. Der Fahrgastverband Pro Bahn befürchtet, dass Busse künftig hinter Radfahrern feststecken, teilte dieser mit.
Kurz zur Erklärung: Mehrere Varianten zur Neugestaltung hatte die Stadtverwaltung erarbeitet. Der Rat beschloss im Dezember die mit einer 6,50 Meter breiten Fahrbahn. Für Radfahrer wird es keine eigenen Wege geben, sie müssen sich die Straße mit Autos und Bussen bei erlaubten 50 km/h teilen.
Bei einer anderen Variante wäre die Fahrbahn deutlich breiter gewesen, hätte aber auch deutlich mehr Parkplätze gekostet. Dafür wäre es Busfahrern möglich gewesen, Radfahrer auch bei Gegenverkehr zu überholen, was bei 6,50 Metern nicht möglich ist. Und genau das kritisiert Pro Bahn.
„Es gibt nirgendwo im Stadtgebiet Straßen als ÖPNV-Hauptachsen, die auf 6,50-Meter-Schrumpfmaß bei der Fahrbahn neu umgebaut wurden“, moniert der Verein. Bei viel Gegenverkehr würden die Busse hinter Radfahrern feststecken. Zur Erinnerung: Innerorts müssen beim Überholen von Radfahrern mindestens anderthalb Meter Abstand eingehalten werden.
Der Verein schlägt vor, die Fahrbahn zumindest abschnittsweise breiter zu machen, etwa zwischen dem Mühleneschweg und der Weserstraße. Dann könnten Busfahrer zumindest dort Radfahrer überholen.
Pro Bahn appelliert an Politik und Verwaltung, den Busverkehr endlich attraktiver zu machen und zu vermeiden, „dass nach Ausbau der Bramscher Straße als eine der wenigen Straßen, wo Busverkehr bislang behinderungsfrei fließt, Busse gegenüber heute verlangsamt und ausgebremst werden“.