Ungewöhnliche Beobachtung Sommergäste im Winter – Stare trotzen der Kälte in Aurich
In Aurich wurden ungewöhnlich viele Stare gesichtet. Der BUND gibt Tipps zur Unterstützung der Vögel.
Aurich - Eigentlich sollten sie längst am Mittelmeer sein. Aber in Aurich ist ein Trupp von 20 bis 30 Staren gesichtet worden. Die Zugvögel suchen an Futterstellen in Gärten nach Nahrung, teilte die Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in Ostfriesland mit. Das ist „alles andere als normal“, so Vorsitzender Rolf Runge.
Es gibt schon seit Jahren die Tendenz bei Zugvögeln, die anstrengende Reise in die Überwinterungsgebiete abzukürzen oder sie ganz zu streichen, so die Naturschützer. Sie vermuten, dass die Vögel entweder auf einen milden Winter gesetzt haben oder vor noch kälteren Temperaturen aus östlichen Regionen geflüchtet sind. Doch der Winter in Ostfriesland sei frostig und schneereich wie seit Jahren nicht.
Tipps für die Fütterung
Normalerweise ernähren sich Stare von Wirbellosen und Früchten, was bei den derzeitigen Bedingungen nur eingeschränkt möglich ist. Der BUND rät, die Vögel mit Haferflocken, Äpfeln, unbehandelten Rosinen oder Mehlwürmern zu unterstützen, um die Gesamtpopulation zu stärken, da der Bestand an Staren rückläufig ist. Diese Fütterung sollte möglichst am Boden erfolgen, um den Vögeln den Zugang zu erleichtern.
Stare sind aus der Entfernung leicht mit Amseln zu verwechseln, lassen sich jedoch an ihrem perlend-metallisch-schimmernden Gefieder und ihrem schreitenden Gang erkennen.