Osnabrück  Applaus von Fans für Fans: So lief das Public-Viewing des VfL Osnabrück im Cinema Arthouse

Moritz Büscher
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Von Moritz Büscher
| 01.02.2026 20:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Großer Jubel im Kinosaal: Die VfL-Fans sollten sich nicht nur nach dem Führungstreffer des VfL Osnabrück freuen. Foto: Helmut Kemme
Großer Jubel im Kinosaal: Die VfL-Fans sollten sich nicht nur nach dem Führungstreffer des VfL Osnabrück freuen. Foto: Helmut Kemme
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155 lila-weiße Anhänger haben am Samstagnachmittag im Cinema Arthouse das Spiel des VfL Osnabrück gegen den 1. FC Saarbrücken auf einer großen Kinoleinwand geschaut. Bei der Premiere des Events gab es vor Ort auf der Bühne und im Fernsehen Überraschungsgäste und viel Beifall – den größten Applaus erhielten die VfL-Fans selbst.

Es war mit der größte Applaus an diesem Samstagnachmittag im gut gefüllten Kinosaal 2 im Cinema Arthouse: nicht für ein Tor des VfL Osnabrück oder für den Anpfiff mit einer halben Stunde Verzögerung, sondern von Fans für Fans – und dabei waren gerade erst 30 Minuten gespielt. 155 lila-weiße Mitglieder verfolgten Mitte der ersten Halbzeit das Spiel des VfL Osnabrück gegen den 1. FC Saarbrücken auf der großen Leinwand im Osnabrücker Kino und jubelten, als ein Großteil der 1200 VfL-Anhänger nach der Verspätung des Sonderzuges endlich im TV-Bild gezeigt wurde und im Auswärtsblock des Ludwigsparkstadions eintraf.

Während die VfL-Fans, die die lange Reise ins Saarland auf sich genommen hatten, das frühe 1:0 durch Niklas Wiemann verpassten, freuten sich die daheimgebliebenen 155 VfL-Anhänger 20 Minuten zuvor über den Führungstreffer – und nach der Partie über die gelungene Premiere im Cinema Arthouse, wo Geschäftsführer Christian Sassnick und VfL-Mitarbeiter das Public-Viewing auf die Beine gestellt haben.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und dem Ablauf. Es war ein Versuch, der so gut gelungen ist, dass man über eine Wiederholung nachdenken kann“, sagte Marina Busch, die die Veranstaltung zusammen mit ihren Kolleginnen Paula Knöfel und Marie Münkhoff aus dem Team der VfL-Geschäftsstelle organisierte.

Für das Event konnten sich bei freiem Eintritt bis zu 200 lila-weiße Mitglieder anmelden. Nach knapp zwei Stunden war das Kino mit 200 Plätzen ausgebucht, jedoch wurden 35 Anmeldungen nicht eingelöst. 

Die 155 Lila-Weißen, die es sich in den Sesseln des Kinosaals bequem machten, wurden bereits vor dem Anpfiff bestens unterhalten, als die VfL-Legenden Rolf Meyer und Lothar Gans mit Moderator Harald Pistorius im lockeren Talk die Spielverzögerung überbrückten.

Auf der Leinwand des Osnabrücker Kinosaals sahen die VfL-Mitglieder dann René Flägel, der bei der Übertragung als Experte im NDR‑Studio war und ein Lächeln sowie freundliche Worte nach Osnabrück schickte. Der ehemalige Teammanager des VfL, der Osnabrück nach dem Aufstieg 2023 verlassen hatte, um in gleicher Position bei Borussia Mönchengladbach zu arbeiten, ist inzwischen in seiner Heimatstadt Hamburg bei einem Unternehmen für Personaldienstleistungen tätig. Da NDR-Moderator Ben Wozny zu seinem Bekanntenkreis zählt, wurde er als Experte in die NDR-Sendung eingeladen.

Während der Übertragung auf der Leinwand wurde geklatscht, geraunt und aufgestöhnt bei den größten Chancen der Saarbrücker. Und mit dem Schlusspfiff war der Beifall so groß wie die Erleichterung über den knappen Sieg des VfL, den die lila-weißen Fans in Osnabrück und Saarbrücken trotz der Entfernung am Ende gemeinsam feierten.

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