Oslo  Mette-Marit taucht in Akten auf: Norwegische Kronprinzessin wohnte zeitweise in Epstein-Haus

Svana Kühn
|
Von Svana Kühn
| 31.01.2026 12:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat aktuell keine ruhige Minute. Foto: IMAGO/Gonzales Photo/Ketil Martinsen
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat aktuell keine ruhige Minute. Foto: IMAGO/Gonzales Photo/Ketil Martinsen
Artikel teilen:

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten sorgt nicht nur im Fall Andrew für Wirbel. Sie offenbart auch einen engeren Kontakt zwischen Mette-Marit und Epstein als bisher angenommen.

Kurz vor dem Prozessbeginn gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby sieht sich das norwegische Königshaus mit neuen Details über die Vergangenheit von Kronprinzessin Mette-Marit konfrontiert. Am 30. Januar 2026 hat das US-Justizministerium weitere Epstein-Akten freigegeben – und der Name der 52-Jährigen soll nach Recherchen der norwegischen Zeitung „VG“ tausende Male Erwähnung finden.

Obwohl der Hof bereits im Jahr 2019 bestätigt hatte, dass Mette-Marit den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein mehrfach getroffen habe, offenbaren die nun veröffentlichten Dateien einen engeren Kontakt zwischen den beiden, als zunächst vermutet.

Den Berichten zufolge verbrachte die Kronprinzessin im Jahr 2013 gemeinsam mit einer Freundin vier Tage in Epsteins Villa in Palm Beach. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits seit zwölf Jahren mit Kronprinz Haakon verheiratet. Der Palast bestätigt den Besuch gegenüber „VG“. Epstein soll der Kronprinzessin zudem mit einem Zahnarzttermin in den USA geholfen haben.

Die Akten belegen darüber hinaus eine regelmäßige Korrespondenz via E-Mail und SMS zwischen Dezember 2011 und Juni 2014. In diesen Nachrichten tauschten sich beide über Buchempfehlungen und Reisepläne aus. Im Dezember 2011 wünschte Epstein ihr fröhliche Weihnachten und die Norwegerin schrieb: „Wie ist das Inselleben?“

In einer persönlichen Stellungnahme gegenüber „VG“ äußerte sich Mette-Marit nun umfassend zu den Vorwürfen und gestand Versäumnisse ein. Sie müsse die Verantwortung dafür übernehmen, den Hintergrund Epsteins nicht besser überprüft und zu spät erkannt zu haben, „was für ein Mensch er war“. Die Kronprinzessin bezeichnete ihr damaliges Verhalten als Ausdruck eines „schlechten Urteilsvermögens“ und betonte, dass ihr der Kontakt „einfach peinlich“ sei. Zudem drückte sie ihre Solidarität und ihr tiefes Mitgefühl mit den Opfern von Jeffrey Epstein aus. Rechtlich relevante Straftaten oder ein entsprechendes Fehlverhalten der Kronprinzessin lassen sich aus den Akten indes nicht ableiten.

Die Enthüllungen fallen in eine für das norwegische Königshaus ohnehin schwierige Phase, die durch die Lungenkrankheit der Kronprinzessin und die juristischen Auseinandersetzungen um ihren Sohn Marius geprägt ist.

Mette-Marit ist zudem nicht der einzige Royal mit Verbindungen zu dem Investmentbanker. Neben den bekannten Verwicklungen von Prinz Andrew bestätigte auch der schwedische Hof im Dezember 2025, dass Prinzessin Sofia von Schweden den verurteilten Straftäter in der Vergangenheit mehrmals getroffen habe.

Ähnliche Artikel